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Kairo
Kairo (die Starke‘ oder ‚die Eroberin‘) ist die Hauptstadt Ägyptens und die größte Stadt der arabischen Welt.
Sie wurde 969 von dem Feldherrn Dschauhar as-Siqillī gegründet. Von Ägyptern wird die Stadt oftmals auch einfach mit dem Landesnamen – DMG Miṣr- bezeichnet.
Kairo ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Ägyptens und der Arabischen Welt.
Die Stadt ist Sitz der ägyptischen Regierung, des Parlaments, aller staatlichen und religiösen Zentralbehörden sowie zahlreicher diplomatischer Vertretungen. Kairo ist der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt Ägyptens und besitzt zahlreiche Universitäten, Hochschulen, Theater, Museen sowie Baudenkmäler.
Die Altstadt von Kairo ist ein Ensemble islamischer Baukunst und wird seit 1979 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Die Stadt hat den Status eines Gouvernements und wird von einem Gouverneur regiert, der vom Staatspräsidenten ernannt wird. Kairo hat gut 15 Millionen Einwohner im administrativen Stadtgebiet, und die Metropolregion Kairo ist mit etwa 20,75 Millionen Einwohnern (2022) vor Lagos in Nigeria die größte in Afrika. Das administrative Stadtgebiet ist bezüglich der Einwohnerzahl, nach Kinshasa und Lagos, das drittgrößte Afrikas. In Ägypten existiert allerdings keine Meldepflicht, weswegen die angegebenen Einwohnerzahlen Hochrechnungen auf Basis der Volkszählungsergebnisse darstellen.
Lage
Kairo hat eine Stadtfläche von ca. 606 Quadratkilometern und liegt im Nordosten des Landes auf dem rechten Nilufer durchschnittlich 68 Meter über dem Meeresspiegel. Die Stadt umfasst auch die beiden Inseln Gezira und Roda.
Ihr gegenüber liegt am westlichen Ufer die Regierung- Gīza (el-Gīza), unter anderem mit den historischen Anlagen von Gizeh. Die erste Siedlung wurde ursprünglich zwischen dem Gebirgsausläufer Muqattam im Osten und dem Nil im Westen errichtet. Doch auch wenn diese Kairo schon lange nicht mehr eingrenzen, so bilden die Viertel, die sich zwischen diesen beiden natürlichen Schranken befinden, den alten Stadtkern. Nördlich der Stadt erstreckt sich bis zum Mittelmeer das Nildelta.
Im Westen befinden sich die Pyramiden von Gizeh. Im Süden liegt das alte Memphis.
Geologie
Kairo liegt im Tal des Nils, des weltweit längsten, jedoch nicht wasserreichsten Stromes, als dessen Quellfluss der im Hochland von Ruanda entspringt. Der Nillauf folgt einer tektonischen Linie. Die sich dort befindenden Plateaus brechen hier stufenförmig oder mit einheitlichem Steilhang 100 bis 140 Meter tief ab. Im Tal hat der Fluss eine Reihe von Schotterterrassen gebildet und ein Schwemmland aus schwarzem Schlamm von durchschnittlich zehn Metern abgelagert.Die Gesamtbreite des Tales beträgt im Süden, im Bereich des nubischen Sandsteins, zwei bis fünf Kilometer. Im Bereich von Assuan flussabwärts, zehn bis 15 Kilometer. Stellenweise hat die Erosion des Flusses das widerständige Gestein des kristallinen Unterbaues erreicht. Westlich des heutigen Tales sind Reste eines älteren Niltales erhalten, beispielsweise in der vom Fluss gespeisten Senke des Fayyum.
Unterhalb von Kairo öffnet sich das Tal und geht in die weiten, von Kanälen durchzogenen Flächen des 23.000 Quadratkilometer großen Deltas über.
Stadtgliederung
Die Innenstadt lässt sich grob in einen traditionellen und einen modernen Teil einteilen.
- Das traditionelle Kairo liegt abseits des Nils vor der Zitadelle und dem Berg Muqattam. Es umfasst hauptsächlich das islamische Kairo rund um die Azhar- und andere Moscheen. Des Weiteren sind hier die Wohnviertel nördlich, östlich und südlich des Viertels um die al-Azhar-Moschee zu nennen.
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- Das moderne Kairo besteht aus den Geschäftsvierteln, dem Ramses-Bahnhof und dem Nil eingegrenzt werden. Diese Bereiche sind noch durch kolonialzeitliche Architektur geprägt. Westlich davon befindet sich das Viertel Zamalek auf der Insel Gezīra. Südwestlich liegen Insel Roda und die Garden City wo viele Botschaften untergebracht sind.
Klima
Kairo befindet sich in der subtropischen Klimazone. In der Region herrscht ein warmes und trockenes Wüstenklima. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 21,7 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge 24,7 Millimeter im Mittel. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 28 Grad Celsius, der kälteste der Januar mit 13,9 Grad Celsius im Mittel. Etwas Niederschlag fällt nur zwischen November und März mit durchschnittlich 3,8 bis 5,9 Millimeter.Im Sommer, von Mai bis September, wird es sehr heiß, wobei es zu Sandstürmen aus dem Süden des Landes kommen kann. Die Temperaturen erreichen Tageshöchstwerte bis zu 35 Grad Celsius bei einer täglichen Sonnenscheindauer von bis zu 13 Stunden. Nachts fallen die Temperaturen nicht unter 20 Grad Celsius.
In der Zeit von Oktober bis April betragen die Tageshöchstwerte 20 bis 28 Grad Celsius bei einer täglichen Sonnenscheindauer von neun bis elf Stunden. Im Winter, von Dezember bis Februar, fallen die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen teilweise unter 20 Grad Celsius und die nächtlichen Tiefstwerte unter zehn Grad Celsius.
Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahl Kairos stieg während der vergangenen Jahrzehnte rapide. Ein Grund hierfür ist neben der hohen Geburtenrate auch die zunehmende Landflucht. Um das ständige Bevölkerungswachstum auffangen zu können, haben sich um Kairo herum im Laufe der Jahre mehrere Satellitenstädte gebildet
Etwa die Hälfte der Bevölkerung der Metropolregion Kairo lebt in Siedlungen, von Landflüchtlingen am Stadtrand illegal errichteten Behausungen mit unzureichender Infrastruktur und hoher Bevölkerungsdichte. Als vermuteter Aufenthaltsort islamischer Fundamentalisten stehen sie im Mittelpunkt ägyptischer Sicherheitspolitik.
Sprachen
In Kairo spricht man wie fast überall im Land Ägyptisch- Arabisch. Das in der Hauptstadt gesprochene Arabisch unterscheidet sich aber zum Teil beträchtlich von den Dialekten Mittel- und Oberägyptens.
Religionen
In Kairo ist die vorherrschende Glaubensrichtung der Islam, die Scharia ist laut der ägyptischen Verfassung die Hauptquelle der Gesetzgebung. Neben der sunnitischen Mehrheit lebt in der Stadt auch eine christliche Minderheit. Eine amtliche Zählung der Christen wird bewusst nicht durchgeführt, obwohl die Religion im Pass eingetragen sein muss.
Museen
Zu den bekanntesten Museen Kairos zählt das Ägyptische Museum am Tahrir-Platz und seinem Nachfolger welches am 01.11.2025 eröffnet. Das Museum wartet mit einer bedeutenden Sammlung ägyptischer Kunstschätze aus allen Epochen der altägyptischen Geschichte und der griechisch-römischen Zeit auf.
Pyramiden von Gizeh
Die Pyramiden von Gizeh nahe Kairo gehören zu den bekanntesten Bauwerken der Menschheit. Nach der Zerstörung aller übrigen sechs Weltwunder der Antike sind sie als letztes erhalten geblieben. Die Pyramiden werden von den Ägyptern El Ahram („die Heiligtümer“) genannt und erheben sich auf einer Hochfläche, einem Ausläufer der westlichen Wüste etwa acht Kilometer südwestlich der Stadt Gizeh (Gîza), einem Kairoer Vorort. Die Pyramiden befinden sich somit rund 15 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.
Große Sphinx von Gizeh
Die Große Sphinx von Gizeh ist die wohl berühmteste und größte Sphinx und ragt schon seit mehr als viereinhalb Jahrtausenden aus dem Sand der ägyptischen Wüste. Sie stellt einen liegenden Löwen mit einem Menschen Kopf dar und wurde in der 4. Dynastie circa 2700–2600 v. Chr. errichtet. Die Figur ist circa 73,5 Meter lang, sechs Meter breit und circa 20 Meter hoch. Allein die Vorderpfoten haben eine Länge von etwa 15 Metern. Farbreste am Ohr lassen darauf schließen, dass die Figur ursprünglich bunt bemalt war.
Die Figur wurde aus dem Rest eines Kalksteinhügels gehauen, der als Steinbruch für die Cheops-Pyramide diente.
Wirtschaft
Kairo wurde durch die verkehrsgünstige Lage an der Drehscheibe zwischen Südeuropa, Vorderasien, Maghreb und Subsahara-Afrika schon früh ein wichtiges Handelszentrum. Bedeutendste Produktionszweige sind die Metallverarbeitung, die Zementindustrie, die Herstellung von Möbeln, Schuhen, Tabakwaren und Textilien sowie das Druckgewerbe. Die Stadt ist als wichtigstes Geschäftszentrum des Nahen Ostens Sitz zahlreicher Konzerne und Wirtschaftsorganisationen. Der größte Wirtschaftsbereich der Stadt ist der öffentliche Sektor, einschließlich der Regierung, der öffentlichen Einrichtungen und des Militärs. Darüber hinaus ist der Fremdenverkehr von herausragender Bedeutung. Kairo ist das touristische Zentrum des Landes und dessen größte Deviseneinnahmequelle. Etwa ein Drittel aller ägyptischen Industriebetriebe sind im Raum von Kairo angesiedelt. Die Stadt ist das bedeutendste Verlagszentrum im Nahen Osten.
Soziale Probleme
Der Einzelhandel, das Handwerk, aber auch die Infrastruktur sind sehr stark davon abhängig. In diesem Bereich, in dem es keine soziale Absicherung gibt und die Arbeitsbedingungen katastrophal sind, arbeiten immer mehr Frauen und auch kriminelle Kinderarbeit hat dort ihre größte Verbreitung. Die Liberalisierung in der Wirtschaft, zu der auch der Abbau von Subventionen gehörte, hat die sozialen Lebensumstände verschlechtert. Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch. Zu den von der Regierung angegebenen rund zehn Prozent Arbeitslosen kommen noch zahlreiche nicht registrierte Erwerbslose hinzu. So gehen Schätzungen von einer Rate über 20 Prozent aus. Ein Drittel der Bevölkerung Kairos lebt unterhalb der Armutsgrenze, die Familien können sich ein Minimum an Nahrung und Obdach nicht leisten.
Umwelt- und Müllprobleme
Probleme bereiten die unzureichende Infrastruktur und die, bedingt durch die Landflucht, außerordentlich große Wohnungsnot. Die Strom- und Wasserversorgung befinden sich in einem desolaten Zustand und es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht baufällige Häuser einstürzen.In der Industrie, die sich in der Metropolregion Kairo konzentriert, bestehen nur ungenügende Entsorgungs- und Reinigungskapazitäten für Abwässer, Abgase und Abfälle. Zu den Infektionserkrankungen wie Cholera, Diarrhöe und Typhus, die durch unzureichende hygienische Bedingungen verbreitet werden, kommen so Atemwegs- und Hauterkrankungen aufgrund der giftigen Emissionen der vielen Industriebetriebe und des Kraftfahrzeugverkehrs. Besondere Probleme ergeben sich aus der oft direkten Nachbarschaft ärmerer Wohngebiete und der Industrie.
Die Luftverschmutzung und die Zersiedlung historisch bedeutender Areale zerstören viele Kulturdenkmäler Kairos. Die Stadtverwaltung Kairos versucht dem entgegenzuwirken. So dürfen keine Industriebetriebe mehr in der Stadt angesiedelt werden und der Bau von Hochhäusern und großen Hotels soll gestoppt werden.
Müll in Kairo
Es gibt keine von Staats wegen unterhaltenen Müllentsorgungsanlagen. So werden täglich durch Freiwillige und private Unternehmen Müllsäcke eingesammelt und mit kleinen Lastautos weit an den Rand Kairos transportiert.
Bildung
Für die Allgemeinbildung in Kairo sorgen rund 1.000 Schulen. Die Schulbildung in Ägypten ist als Grundrecht in der Verfassung verbürgt. Die seit 1923 bestehende sechsjährige allgemeine Schulpflicht ab sechs Jahren wurde wegen Lehrermangels 1991 auf fünf Jahre verkürzt.
Oft haben Kinder keine Zeit für die Schule, denn, obwohl verboten, arbeiten viele Kinder, um zum Lebensunterhalt der Familien, meist in den ärmeren Stadtvierteln und informellen Siedlungen am Stadtrand lebend, beizutragen. Auch die Qualität der Schulbildung lässt zu wünschen übrig. Klassen mit mehr als 70 Schülern sind keine Seltenheit. Die schlecht bezahlten Lehrer sind unmotiviert, da sie von ihrem Gehalt kaum leben können. Zum Hochschulzugang berechtigt die anschließende sechs Jahre dauernde Sekundarstufe.Die al-Azhar-Universität ist die berühmteste islamische Bildungseinrichtung der Stadt sowie eine der ältesten und angesehensten Bildungsinstitutionen der muslimischen Welt. Gleichzeitig besitzt sie eine hohe Autorität in islamischen Rechtsfragen (Scharia) für die sunnitische Glaubensrichtung, der 85 Prozent aller Muslime angehören.
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Europäer und Ägypter
Ägypten ist definitiv ein sehr vielseitiges Land.
So nervig und anstrengend ist es, dort als Tourist unterwegs zu sein. Grundsätzlich ist hier einiges anders als in Europa. Und die meisten Urlauber aus aller Welt kommen über dem Luftweg nach Ägypten / Hurghada, mit dem Flugzeug.
Schicksal der Touristen und derjenigen, die von ihnen leben.
Viele Gebäude und Straßen sind kaputt, die Luft ist stickig und der Geräuschpegel hoch. Es wird durchgehend gehupt und überall liegt Müll, schließlich gibt es kaum Mülleimer. Gerade in ländlicheren Gebieten, aber auch in Städten wie Luxor ist das Stadtbild immer noch von Esel- Karren und Pferde- Kutschen geprägt. Alle paar Meter quatscht einen ein Straßenhändler an, der aggressiv seine Güter oder Dienste verkaufen will. Ein höfliches „No, thank you“ wird ignoriert und so zieht man als Tourist binnen weniger Sekunden zahlreiche laut werbende Verkäufer auf sich, die einen gerne auch mehrere hundert Meter verfolgen und minutenlang zutexten.
Dieser Eindruck wird natürlich durch die aktuelle Lage verschärft, denn seit der Revolution 2011 kommt nur noch ein Bruchteil der ursprünglichen Anzahl ausländischer Gäste nach Ägypten. Und auf die wenigen verbleibenden stürzen sich dann eben all die verzweifelten Menschen, die von dem Tourismus- Geschäft leben.
Eines muss man sich bewusst sein, wenn man in das Land der Pharaonen reist
- Jeder Tourist wird hier als wandelndes Portemonnaie wahrgenommen. Es ist kaum möglich, ein Gespräch auf menschlicher Ebene zu führen und erst recht nicht, wenn nicht irgendein Geschäft im Spiel ist. Schon gar nicht kann man erwarten, dass Ägypter sich in die Lage eines Touristen hineinversetzen könnten, schließlich kommen die wenigsten im Laufe ihres Lebens in eben diese Situation.
- Die Rate direkter Kriminalität wie beispielsweise Taschendiebstähle sind nicht höher als in europäischen Großstädten. Gerade spätabends und nachts sind die Straßen belebt, weshalb es kein Problem ist, auch noch zu später Stunde unterwegs zu sein. Zivilschutz Beamte und die Touristenpolizei sind ständig und überall anzutreffen wo Publikumsverkehr herrscht. Teils zivil gekleidet oder auch in Uniform.
Trotz allem haben wir uns nie unsicher gefühlt. - Ebenfalls sehr schade finden wir, dass die ganzen alten Bauwerke und Kulturgüter von sehr vielen Ägyptern absolut nicht wertgeschätzt werden. Die selbsternannten Aufpasser (z.B. Pyramiden,Temelanlagen usw.) rauchen in diesen, klettern über Absperrungen, fassen mit Hieroglyphen versehende Wände an und dulden die gleichen Handlungen von Touristen, ja, fordern sie teilweise sogar richtig dazu auf, nur um sich ein paar Taler dazu zu verdienen.
- Ein weiterer Unterschied zum Rest der Welt- Ägypter können (oder wollen?) sich nicht anstellen. Das haben wir noch nirgendwo anders so erlebt. Egal ob beim Bankautomat, Zug- oder Metroschalter, es wird sich permanent vorgedrängelt und wer nicht drängelt, wird einfach übergangen.
- Auch verstehen die meisten Ägypter nicht, dass es sinnvoll ist, andere aus öffentlichen Verkehrsmitteln erst aussteigen zu lassen, bevor sie sich reindrängen können.
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Sicherheit
Kann man nach Hurghada reisen wegen dem Irankrieg (06/2025 und 03/2026)
Ist mein Urlaub in Ägypten durch den Krieg zwischen Israel und Hamas/ Iran beeinträchtigt
Alle ägyptischen Reiseziele, darunter Sharm el Sheikh, Hurghada, Kairo, Makadi Bay, El Gouna, Dahab, Soma Bay, Luxor und Marsa Alam sind nicht von der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes betroffen. Es wird aber empfohlen regelmäßig auf die Seiten des Auswertigen Amtes (AA) zu schauen. Die Lage kann sich schnell ändern.
Wie sicher ist Ägypten aktuell für Reisende
Ägypten ist ein beliebtes Reiseziel. Da das Land jedoch direkt an der Grenze zu Israel und zum Gazastreifen liegt, sind viele Urlauber verunsichert.
Ägypten zeichnet sich durch seine Wüste, die Pyramiden, die Geschichten der Pharaonen und eine wunderschöne Küste am Roten Meer aus. Ob all der Sehenswürdigkeiten und Naturschauspiele ist das nordafrikanische Land seit jeher ein beliebtes Reiseziel.
Viele aber fragen sich---- Ist ein Urlaub in Ägypten angesichts des Krieges im Nahen Osten sicher?
Laut Auswärtigem Amt (AA) kommt es in Ägypten gegenwärtig immer wieder zu pro– palästinensischen Demonstrationen. Bei einer zunehmenden Verschärfung der Lage in Gaza sei auch in den nächsten Zukunft mit weiteren Großdemonstrationen zu rechnen.
Aktuell warnt das AA vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (mit Ausnahme von Taba) und entlegene Gebiete der Sahara. Da es in der Vergangenheit mehrfach zu terroristischen Anschlägen gekommen sei, finden in diesen Regionen militärische Operationen statt. Im Gouvernorat Nordsinai gilt derzeit der Ausnahmezustand, welcher mit nächtlichen Ausgangssperren einhergeht. Außerdem ist die Straße von Suez nach Taba für nicht militärische Fahrzeuge gesperrt.
Die ägyptischen Behörden haben die Grenzregionen zu Libyen und Sudan zu Sperrgebieten erklärt und Reisen dorthin untersagt. Die Ausdehnung der bestehenden Sperrgebiete unterliegt ständigen Veränderungen.
Reisewarnung für den Sinai bzw. Gazastreifen
- Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in den angrenzenden Gazastreifen. Diese Warnung gelte vor allem auch für Personen mit Familienangehörigen im Gazastreifen. Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wird aufgrund der aktuellen, unübersichtlichen Sicherheitslage allenfalls in unregelmäßigen Abständen für einen eingeschränkten Personenkreis geöffnet. Besonders gefährlich sei laut AA die Überlandfahrt nach Rafah.
- Im Süden der Sinai-Halbinsel, dem Gouvernorat Süd Sinai mit den Küstenorten Sharm el Sheikh, Dahab, Nuweiba und Taba am Roten Meer, rät das Auswärtige Amt von unbegleiteten individuellen Ausflügen und Überlandfahrten ab.
Gouvernorat (Provinz) Nordsinai
Von Reisen ins Gouvernorat Nordsinai wird abgeraten.
Die Sicherheitslage im Gouvernorat Nordsinai ist instabil, dies schließt auch das Grenzgebiet zum Gazastreifen mit ein. Es werden sporadisch Anschläge verübt und es kann zu Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften, terroristischen Gruppierungen und anderen bewaffneten Banden kommen. Es besteht auch das Risiko von Entführungen.
Gouvernorat (Provinz) Süd Sinai
Das Risiko von terroristischen Akten besteht auch im Gouvernorat Süd Sinai, einschließlich der Badeorte. Am 26. und 27. Oktober 2023 stürzten zwei nicht identifizierte Drohnen in Taba (Grenzübergang zu Israel) und Nuweiba ab. In Taba wurden mehrere Personen verletzt. Am 28. Februar 2023 kam es zwischen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Schmugglern zu einem gewaltsamen Zusammenstoß in der Nähe des Katharinen Klosters.
Unternehmt Überlandfahrten, Ausflüge, Trekkingtouren etc. außerhalb der Badeorte ausschließlich in organisierten Gruppen und in Begleitung einer erfahrenen lokalen Reiseleitung. Vergewissert euch, dass die aktuelle Sicherheitslage abgeklärt worden ist.
Grenzgebiet zum Sudan und Libyen
Im Grenzgebiet zum Sudan und Libyen sind Kriminelle und Schmuggler aktiv. In der Sahara und den angrenzenden Gebieten besteht ein hohes Risiko von Entführungen. Alle Grenzgebiete sind militärische Sperrzonen und dürfen nur mit einer Bewilligung der ägyptischen Behörden bereist werden. Beachtet die spezifischen Informationen.
Das solltet ihr bei einem Ägypten-Urlaub beachten
- Größere Menschenansammlungen wie z.B. nach dem Freitagsgebet vor Moscheen oder Demonstrationen sollten gemieden werden. Zudem empfiehlt es sich, während des Aufenthalts wachsam zu sein und sich über den Reiseveranstalter oder die lokalen Medien zu informieren.
- Tauch- und Schnorchel-Touren, Bergwanderungen sowie Ausflüge in die Wüste sollten nur in hierfür lizenzierter ortsansässiger Begleitung durchgeführt werden und niemals „auf eigene Faust“.
- Es gibt in mehreren Landesteilen noch immer unzureichend markierte Minenfelder, besonders in folgenden Gebieten: Sinaï, in der Arabischen Wüste entlang der Grenze zu Israel, in der Westlichen Wüste um El Alamein und entlang der Nordküste zu Libyen. Informiert euch im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und/oder bei der Bevölkerung und lasst grösste Vorsicht walten.
Kriminalität
Kleinkriminalität ist vorhanden, insbesondere in Kairo und anderen grossen Städten. Auch wenn die Gefahr von Gewaltverbrechen gegen ausländische Staatsangehörige relativ gering ist, kann dieses Risiko nicht ausgeschlossen werden. Es gibt Meldungen von sexuellen Übergriffen. Es kann zu Entführungen zwecks Lösegelderpressung kommen. Davon können auch ausländische Staatsangehörige betroffen sein.
Beachtet unter anderem folgende Vorsichtsmaßnahmen
- Seit nachts und allgemein in den Großstädten besonders vorsichtig.
- Frauen wird generell zu besonderer Vorsicht und Zurückhaltung geraten.
- Erkundigt euch bei einer lokalen Kontaktperson oder im Hotel ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten.
Verkehr und Infrastruktur
Obwohl der Zustand der Straßen verhältnismäßig gut ist, ist der Straßenverkehr gefährlich. Insbesondere auf langen Überlandstrecken sowie auf der Autobahn zwischen Kairo und Alexandria kommt es infolge überhöhter Geschwindigkeit und Missachtung der Verkehrsregeln oft zu tödlichen Unfällen. Nach Möglichkeit sollten lange Überlandfahrten in Minibussen oder Taxis vermieden werden. Ein Unfall eines Reisebusses am 1. Dezember 2022 südlich von Aswan forderte Todesopfer sowie Verletzte, wovon fünf ausländische Staatsangehörige. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell abgeraten.
Auf bestimmten Strecken wird der Privatverkehr von ausländischen Staatsangehörigen systematisch von Polizeieskorten begleitet. Erkundigt euch vor Überlandfahrten bei der lokalen Polizei über die Sicherheitsvorschriften.
Besondere rechtliche Bestimmungen
Die gesetzlichen Vorschriften orientieren sich an strengeren Standards und rigideren Moralvorstellungen als in der Schweiz.
Strafbar sind unter anderem
- das außereheliche Zusammenleben (Ausländer/in mit Ägypter/in)
- anstößiges Verhalten und Zärtlichkeiten zwischen erwachsenen Personen in der Öffentlichkeit
- gleichgeschlechtliche Handlungen
- Alkohol am Steuer (streng verboten) und der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit
- Beleidigung und öffentlich geäußerte Kritik (auch in den sozialen Medien) gegen den ägyptischen Staat oder die Religion
- unsittliche Äußerungen
- das Fotografieren von uniformierten Personen, militärischen Einrichtungen und öffentlichen Bauten (Flughäfen, Bahnhöfe, Brücken, Antennenanlagen, ausländische Botschaftsgebäude, usw.)
Für zahlreiche Produkte bestehen Beschränkungen oder Verbote für die Ein- und Ausfuhr
- für die Einfuhr oder Benutzung von funkferngesteuerten Drohnen und gewissen anderen elektronischen Geräten.
- für die Ausfuhr von Kulturgütern (Antiquitäten, alte Gegenstände, Fossilien, Korallen, etc.). Solche Artikel werden teilweise auf lokalen Märkten angeboten. Artikel, die unter dieses Verbot fallen, können nicht exportiert werden, auch wenn sie eingeführt oder legal erworben wurden.
- Kopien von Kulturgütern dürfen nur ausgeführt werden, wenn sie durch das Ministry of Antiquities zertifiziert worden sind. Sie können ausschließlich im erwähnten Ministerium oder in Museen legal erworben werden.
- Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Haftstrafen geahndet. Selbst die Todesstraft ist möglich.
Kulturelle Besonderheiten
Ägypten ist ein vorwiegend muslimisches Land. Passt eure Kleidung und Verhalten den lokalen Gepflogenheiten an. Verzichtet freitags während der Gebetszeit auf die Besichtigungen von Moscheen. Informiert euch in Reiseführern, beim Reisebüro oder vor Ort über die Verhaltensregeln und die genauen Bestimmungen. Denkt daran, dass während des Ramadans besondere Regeln und Vorschriften zu beachten sind. Im Falle einer Heirat zwischen Ausländer/in und Ägypter/in muslimischen Glaubens ist den islamischen Verhaltensregeln und den ägyptischen Gesetzen besondere Aufmerksamkeit zu schenken, auch betreffend Obhut- und Sorgerecht gemeinsamer Kinder.
Besondere Hinweise
- Touren in gewisse Gebiete (siehe oben) dürfen nur mit einer Bewilligung des ägyptischen Innenministeriums und mit lokalen Führerinnen oder Führern unternommen werden.
- Der Zugang zu Wüstengebieten wird durch die ägyptischen Sicherheitskräfte zeitweise eingeschränkt. Erkundigt euch bei den lokalen Behörden über die Durchführbarkeit von Reisen in diese Gebiete.
Grundsätzlich gilt: Seit in Ägypten wachsam und seit euren Verhaltens und euren Äußerungen in der Öffentlichkeit und in sozialen Medien bewusst.
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Sehenswürdigkeiten
Etwa vier bis fünf Flugstunden von Deutschland entfernt, laden Ägyptens Sehenswürdigkeiten zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Dank der Vergangenheit ist Ägypten als Heimat der Pharaonen bekannt mit seinen abwechslungsreichen Landschaftsformen, zahlreichen Tempeln, den berühmten Pyramiden und imposante Statuen.
Eine Ägypten Reise hat etwas für jeden Geschmack zu bieten.
Hier sind die besten Sehenswürdigkeiten, die man bei einer Rundreise durch Ägypten nicht verpassen sollte. Ich werde diese Punkte nur kurz anreissen da man ganze Bücher füllen könnte. Wer ausführlichere Informationen möchte schaue bitte ins Internet oder in diverse Literatur.
- Pyramiden von Gizeh
Als einzige der sieben antiken Weltwunder haben die Pyramiden von Gizeh Jahrtausende überdauert. - Abu Simbel
Die Tempel von Abu Simbel, erbaut von Ramses II. im 13. Jahrhundert v. Chr., gehören zu den eindrucksvollsten Monumenten Ägyptens. - Altstadt von Kairo
Kairo, die Hauptstadt Ägyptens, ist eine pulsierende Metropole mit etwa 10 Millionen Einwohnern. - Karnak-Tempel
Der Karnak-Tempel in Luxor ist eine der größten Tempelanlagen Ägyptens. - Oase Siwa
Nahe der libyschen Grenze befindet sich eine abgelegene und faszinierende Region. - Ras-Mohammed Nationalpark (Sinai)
An der Südspitze der Sinai-Halbinsel liegt der Ras-Mohammed Nationalpark, ein Paradies für Taucher und Naturliebhaber. - Abu Mena
Die Ruinen von Abu Mena, etwa 45 Kilometer südwestlich von Alexandria, sind ein UNESCO-Weltkulturerbe. - Assuan-Staudamm
Der Assuan-Staudamm, erbaut in den 1960er Jahren, ist ein beeindruckendes Beispiel menschlicher Ingenieurskunst. - Assuan
Hauptstadt des nach ihr benannten Gouvernements Assuan - Marsa Alam
Marsa Alam, südlich von Hurghada, ist ein beliebtes Ziel für Taucher, Schnorchler und Windsurfer. - Hurghada
Eine ägyptische Küstenstadt mit einem knapp 40 km langen Küstenabschnitt am Roten Meer. - Coloured Canyon (Sinai)
Der Coloured Canyon, etwa 20 Kilometer nordwestlich von Nuweiba, ist ein Naturwunder, das mit seinen farbenfrohen Sandsteinschichten beeindruckt. - Katharinenkloster (Sinai)
Am Fuße des Berg Sinai befindet sich das Katharinenkloster, eines der ältesten Klöster der Christenheit. - Blue Hole
Das Blue Hole, etwa 10 Kilometer nördlich von Dahab, ist ein tiefes, kreisrundes Loch in der Riffkante. - Ägyptische Museum in Kairo
Das Ägyptische Museum in Kairo ist ein Muss für jeden Besucher Ägyptens. - Luxor-Tempel
Der Luxor-Tempel, am Ostufer des Nils gelegen, wurde hauptsächlich von Amenophis III. und Ramses II. erbaut. - Hatshepsut-Tempel
Auch bekannt als Deir el-Bahari ist der Hatshepsut-Tempel ein architektonisches Meisterwerk an den Hängen der Thebanischen Berge. - Tal der Könige
Das Tal der Könige beherbergt den geheimnisvollsten Friedhof der Welt. In einem ausgetrockneten Flusstal haben ägyptische Arbeiter unter sengender Wüstensonne Gräber von faszinierender Schönheit in den Fels geschlagen. - Sphinx
Nahe der Pyramiden von Gizeh ist die Sphinx gelegen.
Jede o.g. Sehenswürdigkeit werden wir zeitnah näher beschreiben.
Eines steht jedenfalls fest. Um in Ruhe die Sehenswürdigkeiten zu bewundern muß man dieses Land mehrmals bereisen.
Ich lache mich nur immer über unerfahrene Touristen schlapp die meinen von Hurghada nach Kairo mal eben einen Tagestripp unternehmen zu müssen und sich schnell mal die Pyramiden anzuschauen. Hey Jungs und Mädels. Oneway sind ca. 450 km zu fahren und dafür eine Dauer zwischen 5-6 Stunden einzuplanen. Zurück müsst ihr auch noch. Bei Ankunft im Hotel waren immer alle "Kurzreisende" zu den Pyramiden enttäuscht und waren eine Menge Geld los.
Wer dennoch die Pyramiden von Gizeh besichtigen möchte stehen diverse Optionen zur Verfügung.
Flugzeug: Der schnellste Weg, um nach Kairo zu gelangen, ist mit dem Flugzeug, was etwa 1 Stunde dauert. Von dort aus können Sie ein Taxi oder einen Bus zu den Pyramiden nehmen.
Bus: Die Fahrt mit dem Bus dauert etwa 5-6 Stunden und ist eine günstigere Option.
Auto/Taxi: Die Fahrt mit dem Auto oder Taxi dauert ebenfalls etwa 5 Stunden.
Organisierte Tagesausflüge: Viele Reiseveranstalter bieten Tagesausflüge von Hurghada zu den Pyramiden an, die oft eine Kombination aus Busfahrt, Besichtigung der Pyramiden, Sphinx und anderen Sehenswürdigkeiten in Kairo beinhalten. Diese Ausflüge beginnen in der Regel mit einer frühen Abholung vom Hotel (gegen 1 Uhr in der Frühe) in Hurghada.
Die einfachste Lösung besteht darin einige Tage in Kairo zu verbringen. Auch hier gibt es genug gute Hotels um Kairo zu besichtigen.
Unter Tips und Ratschläge werden wir Euch Informationen bereitstellen damit auch dieser Tagesausflug gelingt.
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Ägypten


Ägypten ist ein Land, das Nordostafrika, mit mehr als 112 Millionen Einwohnern, mit dem Nahen Osten verbindet und bis in die Zeit der Pharaonen zurückreicht. Zu den jahrtausendealten Baudenkmälern im fruchtbaren Niltal zählen die kolossalen Pyramiden und die Große Sphinx von Gizeh sowie die hieroglyphenbedeckten Wände des Karnak-Tempels und die Gräber im Tal der Könige bei Luxor. Die Hauptstadt Kairo beherbergt osmanische Wahrzeichen wie die Muhammad-Ali-Moschee und das Ägyptische Museum, eine Schatzkammer wertvoller Antiquitäten.
Die Megastadt Kairo ist ägyptische Hauptstadt und die größte Metropole Afrikas und Arabiens. Der Ballungsraum „Größeres Kairo“ ist eine der bevölkerungsreichsten Stadtregionen der Erde.
Weitere Millionenstädte des Landes sind Alexandria und Gizeh.
Sprache
Die Landessprache ist Ägyptisch-Arabisch, welche aufgrund der kulturellen Bedeutung Ägyptens in der arabischen Welt, besonders wegen des Films und Gesangs, über die nationalen Sprachgrenzen hinaus verstanden wird.
Landschaftsform
Ägyptens Territorium hat grob gesehen eine fast quadratische Form und wird vom nördlichen Wendekreis gestreift. Die Landschaft wechselt zwischen der von Steppe bzw. Dornensavanne geprägten nördlichen Küstenlandschaft, Wüsten, Halbwüsten, vielen Oasen, Meeresflächen und der Flusslandschaft des Nils ab. Neben dem Suezkanal von Port Said nach Port Taufiq bei Sues ist der Nil die Hauptschlagader Ägyptens.
Abgesehen von einigen Oasen und kleinen Häfen an den Küsten bieten allein sein Wasser und seine fruchtbaren Uferregionen die Grundlage für Anbau und Besiedlung.
Klima
Ägypten liegt innerhalb des nordafrikanischen Trockengürtels mit sehr wenig Niederschlägen sowie beträchtlichen saisonalen und täglichen Temperaturschwankungen. Nur der nördliche Küstenstreifen und das Nildelta sind mit Winterniederschlägen beeinflusst. Südlich von Kairo dagegen regnet es äußerst selten.
Bevölkerung
Die Ägypter siedeln primär im Niltal, im Nildelta, am Suezkanal und an touristisch bedeutsamen Orten am Meer. In den westlichen Oasen Al-Fayyūm, Dachla, Farafra, Siwa und Charga leben nur wenige Menschen. Die Region um den Nil ist eine der am dichtesten bevölkerten Flächen weltweit.
Staatlich anerkannt sind nur Muslime, Christen und Juden.
Meinungsfreiheit
Die Meinungsfreiheit ist in Ägypten schon seit Jahren eingeschränkt und hatte sich mit der Präsidentschaft von Husni Mubarak noch verschlechtert.
Militär
Die Streitkräfte Ägyptens werden als die stärkste Militärmacht auf dem afrikanischen Kontinent angesehen und rechtfertigen den Status einer Regionalmacht im Nahen Osten.
Industrie und Landwirtschaft
Ägypten hat die nach Südafrika stärkste Industrie Afrikas. Die Landwirtschaft spielt dennoch weiterhin eine erhebliche Rolle. Die landwirtschaftliche Nutzfläche (rund 3 % der Staatsfläche) ist auf das Niltal und das Nildelta sowie einige Oasen begrenzt. Die Bauern (Fellachen) bewirtschaften das Land mit teilweise jahrtausendealten Anbau- und Bewässerungsmethoden. Die Bewässerungsmethoden am Nil wurden jedoch ab Ende des 19. Jahrhunderts von Überschwemmungsbassins auf eine ganzjährige Bewässerung durch Kanalisation umgestellt.
Gesundheitswesen
Alle Arbeitnehmer sind sozialversichert. Es gibt eine Kranken-, Alters- und Invalidenversicherung, die jedoch nur geringe Grundabsicherungen übernehmen. Geleistet werden auch Hinterbliebenenrenten, Krankengeld und Arbeitslosenunterstützung. Durch geringe Löhne und die Arbeitslosigkeit müssen rund 20 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze von zwei US-Dollar pro Tag leben.
Bodenschätze
Der bedeutendste Bodenschatz ist das Erdöl, das vor allem im Golf von Suez, in der Kattarasenke und auf der Sinai-Halbinsel gefördert wird. Außerdem werden Rohphosphate, Eisen- und Manganerze sowie Salz gewonnen. Meist noch unerschlossen sind die Vorkommen von Asbest, Schwefel, Buntmetallen und Uranerzen.
Tourismus
Der Tourismus ist eine der wichtigsten wirtschaftlichen Einnahmequellen im Land. Besonders die ägyptischen Altertümer sind ein großer Anziehungsmagnet für ausländische Besucher. Thomas Cook erfand hier 1869 die Pauschalreise, in dem er Briten und Amerikaner durch das Land der Pharaonen lotste. Neben Gizeh, Kairo und Alexandria wird auch Luxor gern besucht, von wo aus unter anderem das Tal der Könige erreicht werden kann. Luxor ist auch der Ausgangspunkt für Nilkreuzfahrten bis nach Assuan. Von dort werden Flüge und Bus-Touren nach Abu Simbel angeboten. Die meisten Reiseveranstalter bieten dann einen Inlandsflug nach Kairo und nach diesem Kairo-Aufenthalt einen Badeurlaub in Hurghada an. Die Touristenhochburg ist Hurghada am Roten Meer. Der moderne Touristenort Scharm asch-Schaich an der Südspitze der Sinai-Halbinsel ist besonders bei Freunden des Tauchsports sehr beliebt, in den letzten Jahren kamen auch immer mehr Unterwasser-Sportler ins nördlich davon gelegene Dahab. Durch den allgemein weiter steigenden Tauch-Tourismus werden auch Orte südlich von Hurghada, entlang der westlichen Küste des Roten Meeres, erschlossen. Hierzu zählen al-Qusair und Marsa Alam sowie kurz vor der sudanesischen Grenze asch-Schalatin. In absehbarer Zeit wird sich die Grenze zum Hala’ib-Dreieck öffnen. 30 km vor der Grenze zu Sudan liegt 20–25 km landeinwärts der Gebel-Elba-Nationalpark, der sich als neuer Touristenmagnet anbietet.
Der Tourismus wurde und wird durch Terroranschläge beeinflusst. Diese gab es in den 1990er und 2000er Jahren. Bedeutende Ereignisse waren Luxor 1997, Sinai 2004 und 2005 und 2006 in Dahab. Unbekannte Täter zündeten am 23. Juli 2005 an drei Orten in dem von ausländischen Touristen stark frequentierten Badeort Scharm asch-Schaich auf der Sinai-Halbinsel insgesamt 400 Kilo Sprengstoff, dabei wurden 64 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt.
Probleme
Aus Sorge um das mögliche Fernbleiben der Touristen wegen verendender Tiere, Strände voller Plastikmülls gilt im ganzen Land seit Juni 2019 ein Einwegplastikverbot. Die wenigsten aber halten sich an diesem Verbot.
Ebenso sind/ waren die Anschläge auf Touristen in den Urlaubsgebieten und den Sehenswürdigkeiten ein sehr großes Problem. Der Touristenstrom kam fast vollständig zum Erliegen. Deshalb sind im ganzen Land die Sicherheitsvorkehrungen so hoch um diesem Problem entgegenzuwirken.

