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Koffer

 

Am Flughafen Hurghada können Koffer bei der Pass- und Zollkontrolle geöffnet werden wenn der Verdacht auf verbotene oder zollpflichtige Gegenstände besteht.

Dies kann bei der Ein- und Ausreise geschehen und ist oft die Folge der Mitnahme von Gegenständen, die nicht den ägyptischen Einfuhr- oder Ausfuhrbestimmungen entsprechen, wie z.B. bestimmte Waffen, Drogen, teilweise Medikamente (z.B. diverse Schmerzmittel, Betäubungsmittel) oder Kulturgüter.

Tip
Wer auf diverse Medikamente angewiesen ist besorgt sich in Deutschland bei seinem Arzt eine Bescheinigung. Damit ist man immer auf der sicheren Seite wenn Fragen am Zoll auftauchen sollten. Insbesondere betrifft dies diverse Schmerzmittel.

Reisende sollten vorab die aktuellen Zollbestimmungen prüfen und verbotene Artikel nicht mitführen.

Rechtliche Grundlage zur Öffnung von Reisegepäck

Hintergrund und Vorgehen

  • Die Kontrolle des aufgegebenen Gepäcks ist eine Sicherheitsmaßnahme und gesetzlich vorgeschrieben. Die Sicherheitsbehörden sind befugt, das Gepäck zu öffnen, wenn die automatische Durchleuchtung Unregelmäßigkeiten zeigt oder eine stichprobenartige manuelle Kontrolle erforderlich ist.
  • Weder die Fluggesellschaft, der Flughafenbetreiber noch die Sicherheitsbehörden haften für Schäden, die durch die gewaltsame Öffnung (z.B. Aufbrechen eines Schlosses) entstehen.
  • Wurde der Koffer geöffnet, findet ihr in der Regel einen schriftlichen Hinweis im Inneren des Gepäckstücks der über die Kontrolle informiert.

Empfehlungen für Reisende

  • Für Reisen, insbesondere in die und aus den USA, empfiehlt sich die Verwendung eines TSA-zugelassenen Schlosses (Transportation Security Administration). Sicherheitsbeamte verfügen über Generalschlüssel, um diese Schlösser ohne Beschädigung zu öffnen und wieder zu verschließen.
  • Um das Risiko einer Beschädigung zu minimieren, raten einige Behörden, das aufgegebene Gepäck unverschlossen zu lassen, wenn Sie kein TSA-Schloss besitzen.
  • Legt ein Blatt Papier mit euren Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer) gut sichtbar in den Koffer, falls das äußere Adressschild verloren geht.

Verdacht

In Deutschland gibt es auf den großen Flughäfen das sogenannte MRK (mehrstufige Röntenkontrollgerät) das filtert automatisch auffällige Gepäckstücke raus die im Zweifel dann geöffnet werden, ganz unabhängig vom Zoll. Wenn die dann von der Gepäckkontrollkraft im Beisein eines Luftsicherheitsassistenten und oder Beamten der Bundespolizei geöffnet werden, wird in der Regel ein Zettel beigelegt.

Sollte der Zoll öffnen und etwas finden wird der Inhaber zum Zoll gebeten um sein Gepäck abzuholen und um Stellungnahme gebeten. Das Verbotene wird beschlagnahmt.

Wenn ein Koffer auffällige Gegenstände enthält oder ein begründeter Verdacht auf die Einfuhr von verbotenen Waren besteht, kann der Zoll den Koffer zur Überprüfung öffnen, auch gewaltsam. Oder es wird einfach nur nachgeschaut wenn ein Gegenstand im Röntgenbild nicht klar definiert werden kann ob dieser nun eine Gefahr darstellt oder nicht.

Verbotene Gegenstände wie z.B. Feuerzeuge, Medikamente und Wertgegenstände gehören grundsätzlich nicht in den Koffer sondern ins Handgepäck.

Ein Grundsatz lautet 

Wertsachen (Bargeld, Kreditkarten usw.) und Medikamente gehören grundsätzlich ins Handgepäck. Während es an Flughäfen hin und wieder verbrecherische Gepäckabfertigungs - Mitarbeitende gibt, gibt es auch dreiste Passagiere, welche Versicherungsschwindel zu begehen versuchen.

Nach meiner Erfahrung konnte ich bisher jedem Zollbeamten, ob in Ägypten oder auch Deutschland, bei einer Kofferkontrolle erklären wozu ich auf meiner Reise bestimmte Gegenstände mitnehme.

Gepäck-Wrapping

Manche Passagiere lassen ihre Gepäckstücke in Plastikfolie einwickeln, bevor der Koffer aufgegeben wird. Das "Gepäck-Wrapping" ist allerdings nicht umsonst. Gegen einen Preis zwischen 10 und 20 Euro, je nach Größe und Art des Gepäckstücks, kann man als Reisender den Service nutzen.

 InfoEin vollständiges Verbot von Kofferfolie und allen Einweg-Folienformaten – es betrifft übrigens auch die immer noch vorgeschriebenen durchsichtigen 1-Liter-Beutel für Kosmetik im Handgepäck – soll bis spätestens 1. Januar 2030 gelten. Bis dahin tritt es mit gewissen Übergangsfristen schrittweise in Kraft.

  • Die Folie dient in erster Linie als Schutz, zum einen vor Dieben die es womöglich auf Euer Hab und Gut abgesehen haben.
  • Zum anderen kann keine illegale Schmuggelware in den Koffer gelangen, durch die man möglicherweise unbewusst und unfreiwillig zum Drogenhändler wird.
  • Das "Gepäck-Wrapping" soll außerdem auch noch zusätzlichen Schutz für den Koffer bieten. So kann das Gepäckstück nicht aufplatzen und bleibt von Kratzern und Regen verschont.

Allerdings kann die Folie auch zu Problemen führen.

Das "Gepäck-Wrapping" ist aus folgenden Gründen problematisch

  • Die Enden der Folie können sich am Gepäckband festhängen und somit zu Verzögerungen führen.
  • Es kann zu Problemen bei der Durchleuchtung des Gepäcks kommen.
  • Im Notfall müssen die Behörden das Gepäckstück so schnell wie möglich öffnen können. 

Wenn es zu Störungen kommen sollte wird der Koffer von den Verantwortlichen unter Umständen einfach aufgeschnitten. Es kann dabei zu Beschädigungen kommen. Der Schaden wird euch nicht ersetzt. (siehe Rechtliche Grundlage)

Gepäckstücke schützen

InfoSo gibt es keine Probleme mit dem Gepäck

  • Habt immer ein Auge auf euer Reisegepäck. (Warteschlange vor dem Check-in)
  • Allzu hochpreisig sollte Euer gewählte Koffer besser nicht sein, läuft er doch in diesem Fall Gefahr, um seiner selbst willen geklaut zu werden.
  • Viele Reisen mit schwarzem Rollkoffer – das macht die Identifizierung sehr zeitintensiv. Dadurch könne es zu Verzögerungen am Gepäckband und zu Verwechslungen kommen. Nehmt am besten farbige und auffalende Koffer oder beklebt diese mit lustigen Aufklebern.
  • Keine alten oder beschädigte Koffer benutzen, die sich in Gepäcksortieranlagen verheddern können. Bei Beschädigungen wird eventuell keine Rückerstattung gewährt.
  • Um ein Aufplatzen der Koffer zu verhindern verwendet man am besten Koffergurte. 
  • Verzichtet besser auf Gepäck-Wrapping welches keine Vorteile hat. In naher Zukunft wird dies eh gesetzlich verboten.
  • Gepäck sauber verschließen. (Koffergurte) Schlösser locken potenzielle Diebe eher an, zum anderen lassen sich diese in der Regel ganz leicht knacken oder umgehen.
  • Der Beleg mit Strichcode, den man nach Aufgabe des Gepäcks erhält, immer sorgfältig aufbewahren.
  • Keine oder möglichst wenige Wertsachen im Koffer verstauen. Wenn dies nötig ist, die Inhalte sauber belegen (z.B. Handyfoto).
  • Vermeiden sollte man auch, Messer, Waffen, Feuerwerkskörper oder sonstige verbotene Gegenstände einzupacken. Denn jeder aufgegebene Koffer durchläuft eine Sicherheitskontrolle, muss laut einer EU-Richtlinie geröntgt werden, bevor er ins Flugzeug verladen wird. Muss dieser wegen auffälliger Gegenstände geöffnet werden, kann es sein, dass der Koffer den Flieger verpasst.
  • Entfernt vor dem Check-in alle alten Gepäckanhänger und Strichcode-Aufkleber von zurückliegenden Flügen vom Koffer. Ansonsten kann es passieren, dass der Koffer im falschen Flieger landet, weil ein Flughafenmitarbeiter beim Verladen auf den falschen Anhänger gesetzt hat bzw. der falsche Code gescannt wird.
  • Vor dem Einchecken solltet Ihr mit dem Smartphone noch eure Koffer fotografieren. Ein Foto des eigenen Gepäckstücks kann im Verlustfall für die Flughafenmitarbeiter sehr hilfreich sein, um es schnell unter vielen anderen ausfindig zu machen. Hier hilft wieder --- Ein auffälliger Koffer sticht aus der Masse heraus.
  • Einen A4-Zettel ganz oben und gut sichtbar im Koffer zu platzieren. Auf dem Zettel solle man seinen Namen, E-Mailadresse, Mobilfunknummer sowie die Buchungsnummer des Fluges und die Anschrift/ Name des Hotels notieren. Sollte unterwegs zum Beispiel der Gepäckanhänger abreißen und der Koffer fehlgeleitet werden, könnten die Flughafenmitarbeiter diesen dann anhand des Zettels sehr schnell der richtigen Person zuordnen.
  • Rechtzeitig zum Check-in!!!! Wenn der Mitarbeiter (noch) entspannt ist, wird er sicher noch sorgfältiger darauf achten, euren Koffer dorthin zu schicken, wo ihr selbst auch hinwollt. In der Hektik kurz vor dem Schließen des Check-ins passieren dagegen schneller mal Fehler.
  • Achtet beim Check-in darauf, dass die Kürzel auf dem Ticket und dem Gepäckanhänger identisch sind – falls nicht, wird eurer Koffer an einem Ort landen, der niemals auf dem Reiseplan stand. Hebt das Ticket unbedingt auf, denn es erhält beim Einchecken einen Sticker mit der Registrierungsnummer für jedes aufgegebene Gepäckstück.
  • Nach der Ankunft sofort prüfen ob Koffer nicht beschädigt, evtl. geöffnet wurden und alle Gegenstände noch vorhanden sind.

Bei einem Problem

Sofortige Meldung beim «Lost & Found» am jeweiligen Flughafen, bei der Fluggesellschaft, allenfalls auch bei der lokalen Polizei.

Nachträglich können keine Verlustmeldungen angebracht werden.

Sollte die Fluggesellschaft ihren Verpflichtungen hinsichtlich kurzfristigen Einkäufen (bei Verzögerung) oder Entschädigung bei Totalverlust nicht nachkommen, kann man sich an eines der gängigen Flugpassagierportale wie refund.me oder AirHelp wenden.

Wer sich solche Auseinandersetzungen sparen will, schließt einfach eine Reisegepäckversicherung ab. Kontrolliert genau, ob man nicht doppelt versichert ist (wenn z.B. die Reise zu mindestens 60% mit einer Master Card Gold bezahlt ist, ist das Gepäck automatisch gedeckt, allerdings auch hier nur mit limitierter Versicherungssumme). Ein Blick in die Versicherungsangebote lohnt sich.