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Sicherheit in Ägypten
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- Kann man nach Hurghada reisen wegen dem Irankrieg (06/2025 und 03/2026)
Von uns ein ganz klares Ja, man kann.
- Das Fotografieren von uniformierten Personen, militärischen Einrichtungen und öffentlichen Bauten (Flughäfen, Flugzeuge, Bahnhöfe, Brücken, Antennenanlagen, ausländische Botschaftsgebäude, usw.) ist strikt untersagt.
Um Ärger zu vermeiden -- lasst es !!!!!!!!
Ist mein Urlaub in Ägypten durch den Krieg zwischen Israel und Hamas/ Iran beeinträchtigt
Alle ägyptischen Reiseziele, darunter Sharm el Sheikh, Hurghada, Kairo, Makadi Bay, El Gouna, Dahab, Soma Bay, Luxor und Marsa Alam sind nicht von der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes betroffen. Es wird aber empfohlen regelmäßig auf die Seiten des Auswertigen Amtes (AA) zu schauen. Die Lage kann sich schnell ändern.
Wie sicher ist Ägypten aktuell für Reisende
Ägypten ist ein beliebtes Reiseziel. Da das Land jedoch direkt an der Grenze zu Israel und zum Gazastreifen liegt, sind viele Urlauber verunsichert.
Ägypten zeichnet sich durch seine Wüste, die Pyramiden, die Geschichten der Pharaonen und eine wunderschöne Küste am Roten Meer aus. Ob all der Sehenswürdigkeiten und Naturschauspiele ist das nordafrikanische Land seit jeher ein beliebtes Reiseziel.
Viele aber fragen sich---- Ist ein Urlaub in Ägypten angesichts des Krieges im Nahen Osten sicher?
Laut Auswärtigem Amt (AA) kommt es in Ägypten gegenwärtig immer wieder zu pro– palästinensischen Demonstrationen. Bei einer zunehmenden Verschärfung der Lage in Gaza sei auch in den nächsten Zukunft mit weiteren Großdemonstrationen zu rechnen.
Aktuell warnt das AA vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (mit Ausnahme von Taba) und entlegene Gebiete der Sahara. Da es in der Vergangenheit mehrfach zu terroristischen Anschlägen gekommen sei, finden in diesen Regionen militärische Operationen statt. Im Gouvernorat Nordsinai gilt derzeit der Ausnahmezustand, welcher mit nächtlichen Ausgangssperren einhergeht. Außerdem ist die Straße von Suez nach Taba für nicht militärische Fahrzeuge gesperrt.
Die ägyptischen Behörden haben die Grenzregionen zu Libyen und Sudan zu Sperrgebieten erklärt und Reisen dorthin untersagt. Die Ausdehnung der bestehenden Sperrgebiete unterliegt ständigen Veränderungen.
Reisewarnung für den Sinai bzw. Gazastreifen
- Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in den angrenzenden Gazastreifen. Diese Warnung gelte vor allem auch für Personen mit Familienangehörigen im Gazastreifen. Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wird aufgrund der aktuellen, unübersichtlichen Sicherheitslage allenfalls in unregelmäßigen Abständen für einen eingeschränkten Personenkreis geöffnet. Besonders gefährlich sei laut AA die Überlandfahrt nach Rafah.
- Im Süden der Sinai-Halbinsel, dem Gouvernorat Süd Sinai mit den Küstenorten Sharm el Sheikh, Dahab, Nuweiba und Taba am Roten Meer, rät das Auswärtige Amt von unbegleiteten individuellen Ausflügen und Überlandfahrten ab.
Gouvernorat (Provinz) Nordsinai
Von Reisen ins Gouvernorat Nordsinai wird abgeraten.
Die Sicherheitslage im Gouvernorat Nordsinai ist instabil, dies schließt auch das Grenzgebiet zum Gazastreifen mit ein. Es werden sporadisch Anschläge verübt und es kann zu Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften, terroristischen Gruppierungen und anderen bewaffneten Banden kommen. Es besteht auch das Risiko von Entführungen.
Gouvernorat (Provinz) Süd Sinai
Das Risiko von terroristischen Akten besteht auch im Gouvernorat Süd Sinai, einschließlich der Badeorte. Am 26. und 27. Oktober 2023 stürzten zwei nicht identifizierte Drohnen in Taba (Grenzübergang zu Israel) und Nuweiba ab. In Taba wurden mehrere Personen verletzt. Am 28. Februar 2023 kam es zwischen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Schmugglern zu einem gewaltsamen Zusammenstoß in der Nähe des Katharinen Klosters.
Unternehmt Überlandfahrten, Ausflüge, Trekkingtouren etc. außerhalb der Badeorte ausschließlich in organisierten Gruppen und in Begleitung einer erfahrenen lokalen Reiseleitung. Vergewissert euch, dass die aktuelle Sicherheitslage abgeklärt worden ist.
Grenzgebiet zum Sudan und Libyen
Im Grenzgebiet zum Sudan und Libyen sind Kriminelle und Schmuggler aktiv. In der Sahara und den angrenzenden Gebieten besteht ein hohes Risiko von Entführungen. Alle Grenzgebiete sind militärische Sperrzonen und dürfen nur mit einer Bewilligung der ägyptischen Behörden bereist werden. Beachtet die spezifischen Informationen.
Das solltet ihr bei einem Ägypten-Urlaub beachten
- Größere Menschenansammlungen wie z.B. nach dem Freitagsgebet vor Moscheen oder Demonstrationen sollten gemieden werden. Zudem empfiehlt es sich, während des Aufenthalts wachsam zu sein und sich über den Reiseveranstalter oder die lokalen Medien zu informieren.
- Tauch- und Schnorchel-Touren, Bergwanderungen sowie Ausflüge in die Wüste sollten nur in hierfür lizenzierter ortsansässiger Begleitung durchgeführt werden und niemals „auf eigene Faust“.
- Es gibt in mehreren Landesteilen noch immer unzureichend markierte Minenfelder, besonders in folgenden Gebieten: Sinaï, in der Arabischen Wüste entlang der Grenze zu Israel, in der Westlichen Wüste um El Alamein und entlang der Nordküste zu Libyen. Informiert euch im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und/oder bei der Bevölkerung und lasst grösste Vorsicht walten.
Kriminalität
Kleinkriminalität ist vorhanden, insbesondere in Kairo und anderen grossen Städten. Auch wenn die Gefahr von Gewaltverbrechen gegen ausländische Staatsangehörige relativ gering ist, kann dieses Risiko nicht ausgeschlossen werden. Es gibt Meldungen von sexuellen Übergriffen. Es kann zu Entführungen zwecks Lösegelderpressung kommen. Davon können auch ausländische Staatsangehörige betroffen sein.
Beachtet unter anderem folgende Vorsichtsmaßnahmen
- Seit nachts und allgemein in den Großstädten besonders vorsichtig.
- Frauen wird generell zu besonderer Vorsicht und Zurückhaltung geraten.
- Erkundigt euch bei einer lokalen Kontaktperson oder im Hotel ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten.
Verkehr und Infrastruktur
Obwohl der Zustand der Straßen verhältnismäßig gut ist, ist der Straßenverkehr gefährlich. Insbesondere auf langen Überlandstrecken sowie auf der Autobahn zwischen Kairo und Alexandria kommt es infolge überhöhter Geschwindigkeit und Missachtung der Verkehrsregeln oft zu tödlichen Unfällen. Nach Möglichkeit sollten lange Überlandfahrten in Minibussen oder Taxis vermieden werden. Ein Unfall eines Reisebusses am 1. Dezember 2022 südlich von Aswan forderte Todesopfer sowie Verletzte, wovon fünf ausländische Staatsangehörige. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell abgeraten.
Auf bestimmten Strecken wird der Privatverkehr von ausländischen Staatsangehörigen systematisch von Polizeieskorten begleitet. Erkundigt euch vor Überlandfahrten bei der lokalen Polizei über die Sicherheitsvorschriften.
Besondere rechtliche Bestimmungen
Die gesetzlichen Vorschriften orientieren sich an strengeren Standards und rigideren Moralvorstellungen als in der Schweiz.
Strafbar sind unter anderem
- das außereheliche Zusammenleben (Ausländer/in mit Ägypter/in)
- anstößiges Verhalten und Zärtlichkeiten zwischen erwachsenen Personen in der Öffentlichkeit
- gleichgeschlechtliche Handlungen
- Alkohol am Steuer (streng verboten) und der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit
- Beleidigung und öffentlich geäußerte Kritik (auch in den sozialen Medien) gegen den ägyptischen Staat oder die Religion
- unsittliche Äußerungen
- das Fotografieren von uniformierten Personen, militärischen Einrichtungen und öffentlichen Bauten (Flughäfen, Bahnhöfe, Brücken, Antennenanlagen, ausländische Botschaftsgebäude, usw.)
Für zahlreiche Produkte bestehen Beschränkungen oder Verbote für die Ein- und Ausfuhr
- für die Einfuhr oder Benutzung von funkferngesteuerten Drohnen und gewissen anderen elektronischen Geräten.
- für die Ausfuhr von Kulturgütern (Antiquitäten, alte Gegenstände, Fossilien, Korallen, etc.). Solche Artikel werden teilweise auf lokalen Märkten angeboten. Artikel, die unter dieses Verbot fallen, können nicht exportiert werden, auch wenn sie eingeführt oder legal erworben wurden.
- Kopien von Kulturgütern dürfen nur ausgeführt werden, wenn sie durch das Ministry of Antiquities zertifiziert worden sind. Sie können ausschließlich im erwähnten Ministerium oder in Museen legal erworben werden.
- Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Haftstrafen geahndet. Selbst die Todesstraft ist möglich.
Kulturelle Besonderheiten
Ägypten ist ein vorwiegend muslimisches Land. Passt eure Kleidung und Verhalten den lokalen Gepflogenheiten an. Verzichtet freitags während der Gebetszeit auf die Besichtigungen von Moscheen. Informiert euch in Reiseführern, beim Reisebüro oder vor Ort über die Verhaltensregeln und die genauen Bestimmungen. Denkt daran, dass während des Ramadans besondere Regeln und Vorschriften zu beachten sind. Im Falle einer Heirat zwischen Ausländer/in und Ägypter/in muslimischen Glaubens ist den islamischen Verhaltensregeln und den ägyptischen Gesetzen besondere Aufmerksamkeit zu schenken, auch betreffend Obhut- und Sorgerecht gemeinsamer Kinder.
Besondere Hinweise
- Touren in gewisse Gebiete (siehe oben) dürfen nur mit einer Bewilligung des ägyptischen Innenministeriums und mit lokalen Führerinnen oder Führern unternommen werden.
- Der Zugang zu Wüstengebieten wird durch die ägyptischen Sicherheitskräfte zeitweise eingeschränkt. Erkundigt euch bei den lokalen Behörden über die Durchführbarkeit von Reisen in diese Gebiete.
Grundsätzlich gilt: Seit in Ägypten wachsam und seit euren Verhaltens und euren Äußerungen in der Öffentlichkeit und in sozialen Medien bewusst.
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Sehenswürdigkeiten
Etwa vier bis fünf Flugstunden von Deutschland entfernt, laden Ägyptens Sehenswürdigkeiten zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Dank der Vergangenheit ist Ägypten als Heimat der Pharaonen bekannt mit seinen abwechslungsreichen Landschaftsformen, zahlreichen Tempeln, den berühmten Pyramiden und imposante Statuen.
Eine Ägypten Reise hat etwas für jeden Geschmack zu bieten.
Hier sind die besten Sehenswürdigkeiten, die man bei einer Rundreise durch Ägypten nicht verpassen sollte. Ich werde diese Punkte nur kurz anreissen da man ganze Bücher füllen könnte. Wer ausführlichere Informationen möchte schaue bitte ins Internet oder in diverse Literatur.
- Pyramiden von Gizeh
Als einzige der sieben antiken Weltwunder haben die Pyramiden von Gizeh Jahrtausende überdauert. - Abu Simbel
Die Tempel von Abu Simbel, erbaut von Ramses II. im 13. Jahrhundert v. Chr., gehören zu den eindrucksvollsten Monumenten Ägyptens. - Altstadt von Kairo
Kairo, die Hauptstadt Ägyptens, ist eine pulsierende Metropole mit etwa 10 Millionen Einwohnern. - Karnak-Tempel
Der Karnak-Tempel in Luxor ist eine der größten Tempelanlagen Ägyptens. - Oase Siwa
Nahe der libyschen Grenze befindet sich eine abgelegene und faszinierende Region. - Ras-Mohammed Nationalpark (Sinai)
An der Südspitze der Sinai-Halbinsel liegt der Ras-Mohammed Nationalpark, ein Paradies für Taucher und Naturliebhaber. - Abu Mena
Die Ruinen von Abu Mena, etwa 45 Kilometer südwestlich von Alexandria, sind ein UNESCO-Weltkulturerbe. - Assuan-Staudamm
Der Assuan-Staudamm, erbaut in den 1960er Jahren, ist ein beeindruckendes Beispiel menschlicher Ingenieurskunst. - Assuan
Hauptstadt des nach ihr benannten Gouvernements Assuan - Marsa Alam
Marsa Alam, südlich von Hurghada, ist ein beliebtes Ziel für Taucher, Schnorchler und Windsurfer. - Hurghada
Eine ägyptische Küstenstadt mit einem knapp 40 km langen Küstenabschnitt am Roten Meer. - Coloured Canyon (Sinai)
Der Coloured Canyon, etwa 20 Kilometer nordwestlich von Nuweiba, ist ein Naturwunder, das mit seinen farbenfrohen Sandsteinschichten beeindruckt. - Katharinenkloster (Sinai)
Am Fuße des Berg Sinai befindet sich das Katharinenkloster, eines der ältesten Klöster der Christenheit. - Blue Hole
Das Blue Hole, etwa 10 Kilometer nördlich von Dahab, ist ein tiefes, kreisrundes Loch in der Riffkante. - Ägyptische Museum in Kairo
Das Ägyptische Museum in Kairo ist ein Muss für jeden Besucher Ägyptens. - Luxor-Tempel
Der Luxor-Tempel, am Ostufer des Nils gelegen, wurde hauptsächlich von Amenophis III. und Ramses II. erbaut. - Hatshepsut-Tempel
Auch bekannt als Deir el-Bahari ist der Hatshepsut-Tempel ein architektonisches Meisterwerk an den Hängen der Thebanischen Berge. - Tal der Könige
Das Tal der Könige beherbergt den geheimnisvollsten Friedhof der Welt. In einem ausgetrockneten Flusstal haben ägyptische Arbeiter unter sengender Wüstensonne Gräber von faszinierender Schönheit in den Fels geschlagen. - Sphinx
Nahe der Pyramiden von Gizeh ist die Sphinx gelegen.
Jede o.g. Sehenswürdigkeit werden wir zeitnah näher beschreiben.
Eines steht jedenfalls fest. Um in Ruhe die Sehenswürdigkeiten zu bewundern muß man dieses Land mehrmals bereisen.
Ich lache mich nur immer über unerfahrene Touristen schlapp die meinen von Hurghada nach Kairo mal eben einen Tagestripp unternehmen zu müssen und sich schnell mal die Pyramiden anzuschauen. Hey Jungs und Mädels. Oneway sind ca. 450 km zu fahren und dafür eine Dauer zwischen 5-6 Stunden einzuplanen. Zurück müsst ihr auch noch. Bei Ankunft im Hotel waren immer alle "Kurzreisende" zu den Pyramiden enttäuscht und waren eine Menge Geld los.
Wer dennoch die Pyramiden von Gizeh besichtigen möchte stehen diverse Optionen zur Verfügung.
Flugzeug: Der schnellste Weg, um nach Kairo zu gelangen, ist mit dem Flugzeug, was etwa 1 Stunde dauert. Von dort aus können Sie ein Taxi oder einen Bus zu den Pyramiden nehmen.
Bus: Die Fahrt mit dem Bus dauert etwa 5-6 Stunden und ist eine günstigere Option.
Auto/Taxi: Die Fahrt mit dem Auto oder Taxi dauert ebenfalls etwa 5 Stunden.
Organisierte Tagesausflüge: Viele Reiseveranstalter bieten Tagesausflüge von Hurghada zu den Pyramiden an, die oft eine Kombination aus Busfahrt, Besichtigung der Pyramiden, Sphinx und anderen Sehenswürdigkeiten in Kairo beinhalten. Diese Ausflüge beginnen in der Regel mit einer frühen Abholung vom Hotel (gegen 1 Uhr in der Frühe) in Hurghada.
Die einfachste Lösung besteht darin einige Tage in Kairo zu verbringen. Auch hier gibt es genug gute Hotels um Kairo zu besichtigen.
Unter Tips und Ratschläge werden wir Euch Informationen bereitstellen damit auch dieser Tagesausflug gelingt.
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Ägypten


Ägypten ist ein Land, das Nordostafrika, mit mehr als 112 Millionen Einwohnern, mit dem Nahen Osten verbindet und bis in die Zeit der Pharaonen zurückreicht. Zu den jahrtausendealten Baudenkmälern im fruchtbaren Niltal zählen die kolossalen Pyramiden und die Große Sphinx von Gizeh sowie die hieroglyphenbedeckten Wände des Karnak-Tempels und die Gräber im Tal der Könige bei Luxor. Die Hauptstadt Kairo beherbergt osmanische Wahrzeichen wie die Muhammad-Ali-Moschee und das Ägyptische Museum, eine Schatzkammer wertvoller Antiquitäten.
Die Megastadt Kairo ist ägyptische Hauptstadt und die größte Metropole Afrikas und Arabiens. Der Ballungsraum „Größeres Kairo“ ist eine der bevölkerungsreichsten Stadtregionen der Erde.
Weitere Millionenstädte des Landes sind Alexandria und Gizeh.
Sprache
Die offizielle Amtssprache in Ägypten ist das Moderne Hocharabisch (Fusha), das in Schulen, Behörden, Medien und offiziellen Dokumenten verwendet wird. Im täglichen Leben sprechen die Menschen jedoch das Ägyptisch-Arabisch (Masri), den am weitesten verbreiteten arabischen Dialekt.
Englisch ist in Hotels, bei Sehenswürdigkeiten und in der Tourismusbranche weit verbreitet. Teils wird auch Französisch oder Deutsch gesprochen.
Landschaftsform
Ägyptens Landschaft wird zu über 95 Prozent von Wüsten geprägt, die durch das schmale, grüne Band des Niltals, das gefächerte Nildelta im Norden, das gebirgige östliche Wüstenufer am Roten Meer sowie die karge Hochgebirgslandschaft der Sinai-Halbinsel gegliedert ist.
- Das Niltal Ein schmales, intensiv bewirtschaftetes Flusstal vom Süden (Assuan) bis nach Kairo, das als die historische und landwirtschaftliche Lebensader des Landes dient.
- Das Nildelta Ein breites, sehr fruchtbares Schwemmland-Dreieck nördlich von Kairo, in dem sich der Nil in mehrere Arme teilt und in das Mittelmeer mündet.
- Die Libysche (Westliche) Wüste Ein riesiges Sand- und Felswüstengebiet der Sahara mit tiefen Senken (wie der Qattara-Senke) und historischen Oasen wie Siwa oder Bahariya.
- Die Arabische (Östliche) Wüste Eine trockene Fels- und Schotterwüste zwischen dem Nil und dem Roten Meer, die von einem stark zerklüfteten Küstengebirge durchzogen wird.
- Die Sinai-Halbinsel Eine gebirgige Landbrücke nach Asien mit kargen Hochgebirgen, deren Spitzen (wie der Dschabal Katarina) über 2.000 Meter Höhe erreichen.
Klima
Ägypten liegt innerhalb des nordafrikanischen Trockengürtels mit sehr wenig Niederschlägen sowie beträchtlichen saisonalen und täglichen Temperaturschwankungen. Nur der nördliche Küstenstreifen und das Nildelta sind mit Winterniederschlägen beeinflusst. Südlich von Kairo dagegen regnet es äußerst selten.
Es sind aber vor allem die Badeorte am Roten Meer, die Ägyptenurlauber ins Land bringen. Es gibt immer wieder Feriengäste, die gerade in den besonders heißen Monaten dorthin reisen und bei 40°C ihren Traumurlaub verbringen. Oder auch Touristen die Sehenswürdigkeiten ganzjährig, mit einer Nilkreuzfahrt, bestaunen. Sei es Luxor, Assuan oder Abu Simbel.
Bevölkerung
Die Bevölkerung Ägyptens besteht zu rund 99 % aus ethnischen Ägyptern, die stark durch die arabische Kultur und Sprache geprägt sind. Innerhalb dieser Mehrheitsgesellschaft sowie durch historische Minderheiten gibt es verschiedene regionale, kulturelle und religiöse Gruppen.
Die Ägypter siedeln primär im Niltal, im Nildelta, am Suezkanal und an touristisch bedeutsamen Orten am Meer. In den westlichen Oasen Al-Fayyūm, Dachla, Farafra, Siwa und Charga leben nur wenige Menschen. Die Region um den Nil ist eine der am dichtesten bevölkerten Flächen weltweit.
Staatlich anerkannt sind nur Muslime, Christen und Juden.
Ethnische und regionale Gruppen
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- Fellachen Die bäuerliche Landbevölkerung im Niltal und -delta stellt traditionell den größten Teil der Bevölkerung.
- Sa'idi (Oberägypter) Die Bewohner des südlichen Ägyptens (Oberägypten) haben oft eigene kulturelle und soziale Strukturen.
- Nubier: Eine indigene Gruppe im Süden Ägyptens am Nil, die durch den Bau des Assuan-Staudamms teilweise umgesiedelt wurde.
- Beduinen Arabischsprachige Nomaden und Halbnomaden, die vor allem auf der Sinai-Halbinsel und in den Wüstengebieten leben.
- Bedscha Eine kuschitische Volksgruppe, die im äußersten Südosten des Landes nahe der Grenze zum Sudan lebt.
- Berber (Imazighen) Kleine Gemeinschaften, die ursprünglich in der westlichen Oase Siwa beheimatet sind.
- Kleinere Minderheiten Dazu gehören historisch gewachsene Gruppen wie Tscherkessen, Türken, Griechen und Armenier.
Religiöse Gruppen
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- Sunnitische Muslime Sie machen etwa 90 % der Bevölkerung aus und bilden die große religiöse Mehrheit.
- Kopten Die koptischen Christen sind mit geschätzt 5 bis 10 % die größte christliche und religiöse Minderheit im Land.
Meinungsfreiheit
In Ägypten ist die Meinungs- und Pressefreiheit massiv eingeschränkt. Die autoritäre Regierung unter Präsident Abdel Fattah el-Sisi geht systematisch gegen jegliche Kritik vor. Kritische Journalistinnen, Blogger und politische Aktivisten riskieren Verhaftung, Zensur oder langjährige Haftstrafen.
- Traditionelle Medien und Rundfunkanstalten stehen unter direkter Kontrolle des Staates oder der Sicherheitsbehörden.
- Hunderte unabhängige Nachrichten- und Menschenrechtswebseiten (wie
- Accounts und Blogs mit mehr als 5.000 Followern unterliegen speziellen Überwachungsgesetzen und staatlicher Kontrolle.
- Vage formulierte Antiterror- und Cyberkriminalitätsgesetze werden genutzt, um Kritik als „Verbreitung von Falschinformationen“ zu kriminalisieren.
Militär
Ägypten besitzt zahlreiche eigene Militär- und Marinestützpunkte im ganzen Land und hat im Juli 2026 mit dem „Oktagon“ in der neuen Verwaltungshauptstadt östlich von Kairo ein gigantisches, zentrales militärisches Hauptquartier eingeweiht.
Die Streitkräfte Ägyptens werden als die stärkste Militärmacht auf dem afrikanischen Kontinent angesehen und rechtfertigen den Status einer Regionalmacht im Nahen Osten. Das Land hat rund 440.000 aktive Soldaten, eine modern ausgestattete Luftwaffe mit über 1.000 Flugzeugen (darunter eine große F-16-Flotte) sowie eine starke Marine. Das Militär unterteilt sich in Heer, Luftstreitkräfte, Marine und Luftverteidigung. Neben den aktiven Soldaten gibt es Hunderttausende Reservisten. Für junge Männer gilt eine dreijährige Wehrpflicht. Im globalen Vergleich rangiert die Streitkräfte Ägyptens regelmäßig unter den 15 stärksten Militärmächten der Welt.
Ägypten bezieht seine Ausrüstung diversifiziert aus den USA (unter anderem durch langjährige Militärhilfe), Russland, Frankreich und China. Das Militär kontrolliert große Teile der ägyptischen Wirtschaft, von Infrastrukturprojekten bis hin zur Produktion von Konsumgütern.
Die Streitkräfte greifen traditionell stark in das politische Geschehen des Landes ein; der amtierende Präsident Abdel Fattah al-Sisi entstammt ebenfalls den Reihen des Militärs.
Industrie und Landwirtschaft
Ägypten besteht zum größten Teil aus einer trockenen Wüstenlandschaft. Das fehlende Wasser macht es den Menschen unmöglich, dort etwas anzubauen. Landwirtschaft ist in Ägypten darum nur in Oasen und am Nil möglich. Am Nil zwischen Kairo und Assuan gibt es rechts und links des Flusses Felder - so weit wie man hier eben das Land bewässern kann. Etwas besser sieht es im feuchteren Nildelta im Norden des Landes aus, wo sich der Nil ja in mehrere Arme auffächert.
Früher war Baumwolle das wichtigste Exportprodukt für Ägypten, doch das ist lange her. Heute sind die Bodenschätze wichtiger als die Landwirtschaft.
Ägypten hat die nach Südafrika stärkste Industrie Afrikas. Die Landwirtschaft spielt dennoch weiterhin eine erhebliche Rolle. Die landwirtschaftliche Nutzfläche (rund 3 % der Staatsfläche) ist auf das Niltal und das Nildelta sowie einige Oasen begrenzt. Die Bauern (Fellachen) bewirtschaften das Land mit teilweise jahrtausendealten Anbau- und Bewässerungsmethoden. Die Bewässerungsmethoden am Nil wurden jedoch ab Ende des 19. Jahrhunderts von Überschwemmungsbassins auf eine ganzjährige Bewässerung durch Kanalisation umgestellt.
Baumwolle wird vor allem im Norden angebaut, Zuckerrohr im Süden. Zuckerrohr wird in Fabriken entlang des Nils gleich weiterverarbeitet. Die Ägypter bauen auch Bananen, Mais, Reis, Weizen, Hirse, Kartoffeln, Gerste und Zwiebeln an, ebenso Zitrusfrüchte, Datteln, Feigen, Mangos und Melonen. Diese Früchte werden in andere Länder ausgeführt.
Vom Ackerbau und Viehzucht lebt in Ägypten etwa jeder Dritte. Ägyptische Bauern halten Büffel, Rinder, Ziegen, Esel, Hühner und Schafe, die einerseits Milch und Fleisch liefern, aber auch als Lasttiere zum Einsatz kommen, wenn die technischen Geräte fehlen.
Gesundheitswesen
Alle Arbeitnehmer sind sozialversichert. Es gibt eine Kranken-, Alters- und Invalidenversicherung, die jedoch nur geringe Grundabsicherungen übernehmen. Geleistet werden auch Hinterbliebenenrenten, Krankengeld und Arbeitslosenunterstützung. Durch geringe Löhne und die Arbeitslosigkeit müssen rund 20 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze von zwei US-Dollar pro Tag leben.
Bodenschätze
Der bedeutendste Bodenschatz ist das Erdöl und Erdgas, das vor allem im Golf von Suez, in der Kattarasenke und auf der Sinai-Halbinsel gefördert wird. Erdöl exportieren die Ägypter an andere Länder und Erdgas nutzen sie zu einem großen Teil selbst. So wird aus Erdgas wieder Energie gewonnen. Die Ägypter benötigen das Geld aus ihren Exporten, sowohl der Bodenschätze wie auch der landwirtschaftlichen Produkte, um vor allem wieder Lebensmittel kaufen zu können, die sie selbst nicht herstellen können.
Außerdem werden Rohphosphate, Eisen- und Manganerze sowie Salz gewonnen. Meist noch unerschlossen sind die Vorkommen von Asbest, Schwefel, Buntmetallen und Uranerzen.
So lagert Eisenerz im Gebiet um Assuan und vor allem auch bei einer Oase namens Bahariyya. Manganerze zählen ebenfalls zu den Bodenschätzen Ägyptens und kommen vor allem auf der Halbinsel Sinai vor.
Zinn und Chrom hat man vor allem entlang der Küste des Roten Meeres entdeckt. Ebenfalls am Roten Meer und im Süden der Sinai-Halbinsel fördern die Ägypter Phosphat und Gips. Auch Uranerz wird in Ägypten abgebaut.
Tourismus
Der Tourismus ist eine der wichtigsten wirtschaftlichen Einnahmequellen im Land. Besonders die ägyptischen Altertümer sind ein großer Anziehungsmagnet für ausländische Besucher. Thomas Cook erfand hier 1869 die Pauschalreise, in dem er Briten und Amerikaner durch das Land der Pharaonen lotste. Neben Gizeh, Kairo und Alexandria wird auch Luxor gern besucht, von wo aus unter anderem das Tal der Könige erreicht werden kann. Luxor ist auch der Ausgangspunkt für Nilkreuzfahrten bis nach Assuan. Von dort werden Flüge und Bus-Touren nach Abu Simbel angeboten. Die meisten Reiseveranstalter bieten dann einen Inlandsflug nach Kairo und nach diesem Kairo-Aufenthalt einen Badeurlaub in Hurghada an. Die Touristenhochburg ist Hurghada am Roten Meer. Der moderne Touristenort Scharm asch-Schaich an der Südspitze der Sinai-Halbinsel ist besonders bei Freunden des Tauchsports sehr beliebt, in den letzten Jahren kamen auch immer mehr Unterwasser-Sportler ins nördlich davon gelegene Dahab. Durch den allgemein weiter steigenden Tauch-Tourismus werden auch Orte südlich von Hurghada, entlang der westlichen Küste des Roten Meeres, erschlossen. Hierzu zählen al-Qusair und Marsa Alam sowie kurz vor der sudanesischen Grenze asch-Schalatin. In absehbarer Zeit wird sich die Grenze zum Hala’ib-Dreieck öffnen. 30 km vor der Grenze zu Sudan liegt 20–25 km landeinwärts der Gebel-Elba-Nationalpark, der sich als neuer Touristenmagnet anbietet.
Der Tourismus wurde und wird durch Terroranschläge beeinflusst. Diese gab es in den 1990er und 2000er Jahren. Bedeutende Ereignisse waren Luxor 1997, Sinai 2004 und 2005 und 2006 in Dahab. Unbekannte Täter zündeten am 23. Juli 2005 an drei Orten in dem von ausländischen Touristen stark frequentierten Badeort Scharm asch-Schaich auf der Sinai-Halbinsel insgesamt 400 Kilo Sprengstoff, dabei wurden 64 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt.
Probleme
- Aus Sorge um das mögliche Fernbleiben der Touristen wegen verendender Tiere, Strände voller Plastikmülls gilt im ganzen Land seit Juni 2019 ein Einwegplastikverbot. Die wenigsten aber halten sich an diesem Verbot. Ebenso sind/ waren die Anschläge auf Touristen in den Urlaubsgebieten und den Sehenswürdigkeiten ein sehr großes Problem. Der Touristenstrom kam fast vollständig zum Erliegen. Deshalb sind im ganzen Land die Sicherheitsvorkehrungen so hoch um diesem Problem entgegenzuwirken.
- Ein großer Teil der Bevölkerung leidet unter stark steigenden Lebenshaltungskosten und Armut.
- Hohe finanzielle Belastungen durch große Infrastrukturprojekte und internationale Kredite belasten den Staatshaushalt.
- Der Schiffsverkehr im Suezkanal ist durch Krisen im Roten Meer und Angriffe reduziert, was wichtige Devisen kostet.
- Das ägyptische Wassersystem hängt fast völlig vom Nil ab. Das äthiopische Staudammprojekt (GERD) birgt das Risiko von Engpässen.
- Auf kleiner Fläche im Niltal drängen sich Millionen Menschen, was zu Umweltverschmutzung und Wohnungsnot führt.
- Instabile Nachbarländer wie der Sudan führen zu großen Flüchtlingsbewegungen nach Ägypten.
