Krise in Ägypten: Neue Regeln für Restaurants und Geschäfte
Frühere Schließzeiten und Energiesparmaßnahmen: Ägypten setzt auf Einschränkungen. Ist der Osterurlaub betroffen?
Angesichts des aktuellen Iran-Krieges und der damit einhergehenden Preissteigerungen für Öl befindet sich Ägypten aktuell aber in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Nun gibt es Gegenmaßnahmen.
Kürzere Öffnungszeiten für Restaurants – aber nicht in Hotels
Ab dem 28. März 2026 müssen Restaurants, Geschäfte und Einkaufszentren landesweit für einen Monat lang deutlich früher schließen. Spätestens um 21 Uhr ist Schluss – lediglich donnerstags und freitags dürfen Betriebe eine Stunde länger geöffnet bleiben.
Aber: Die Auswirkungen für Touristinnen und Touristen sollen so gering wie möglich gehalten werden. Hotels sind von den Einschränkungen komplett ausgenommen. Und Ägyptens Tourismusminister Sherif Fathy teilte mit, dass die Regelungen nicht für Restaurants in klassischen Urlaubsorten wie Hurghada, Marsa Alam, Luxor, Assuan oder Sharm El-Sheikh gelten. Die Ausnahme gelte zudem für touristische Restaurants in allen Städten, einschließlich Kairo, so Fathy.
Reisenden wird trotzdem empfohlen, geplante Ausflüge oder Shoppingtouren außerhalb der Hotelanlagen an die verkürzten Öffnungszeiten anzupassen.
In den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes ist bisher nichts zu den Energie-Einschränkungen zu lesen (Stand: 27. März).
Energiekrise zwingt Ägypten zum Handeln
Hinter den Energiesparmaßnahmen in Ägypten steckt eine angespannte wirtschaftliche Situation. Steigende Energiepreise setzen das Land zunehmend unter Druck. Gas hat sich laut Berichten zuletzt stark verteuert, auch Ölpreise liegen auf einem extrem hohen Niveau.
Um die Kosten zu senken, greift die Regierung nun zu Maßnahmen, die den Energieverbrauch im Alltag reduzieren sollen – auch wenn das Einschränkungen für die Bevölkerung und den Tourismus mit sich bringt.
Weitere Einschränkungen im Alltag
Neben den verkürzten Öffnungszeiten setzt die Regierung auf zusätzliche Sparmaßnahmen. So wird die öffentliche Beleuchtung reduziert – etwa bei Straßenlaternen oder Werbetafeln. Auch im Arbeitsalltag gibt es Veränderungen: Staatsbedienstete sollen teilweise im Homeoffice arbeiten, um Energie in den Büros zu sparen.
Gleichzeitig wird berichtet, dass es abends vereinzelt zu Stromabschaltungen kommen kann. Krankenhäuser sind von diesen Maßnahmen aber nicht betroffen.
Iran-Krieg: Ist Ägypten-Urlaub sicher?
Wichtig zu beachten bei der Reise sind die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes, die zuletzt angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten verschärft wurden. Darin heißt es: „Eine weitere Verschärfung der Sicherheitslage im Nahen und Mittleren Osten kann auch Auswirkungen auf Länder haben, die bislang nicht unmittelbar am Konflikt beteiligt sind. Insofern könnte es auch in Ägypten zu terroristischen Anschlägen oder sonstigen sicherheitsrelevanten Vorfällen kommen. Zudem besteht das Risiko plötzlicher Einschränkungen für den Flugverkehr, inklusive der Stornierung von Flügen und anhaltender Sperrung von Lufträumen.“