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Hurghada
Hurghada ist eine ägyptischer Küstenstadt die sich über einen knapp 40 km langen Küstenabschnitt am Roten Meer erstreck und mit seinen Sandstränden punktet. Zu den schönsten Abschnitten an der Küste der Region des Badeorts gehört die Makadi Bay. Dank des flach ins Meer abfallenden Ufers ist der Sandstrand auch für Familien bestens geeignet. Hier können auch kleine Kinder sorglos im Wasser des Meers spielen.
Hier bieten dir die Stadt und die Inseln mit vorgelagerten Korallenriffen sehr gute Voraussetzungen fürs Tauchen und Schnorcheln.
Aber auch bei kostenpflichtigen Tauchausflügen, zum Beispiel zur Mahmya Island, tauchst du in die faszinierende Unterwasserwelt Hurghadas mit ihrer überwältigenden Artenvielfalt ab – darunter Rotfeuerfische und Blaupunktrochen.
Das Gebiet ist ein beliebtes Tauchrevier mit zahlreichen Tauchgeschäften und -schulen im modernen Stadtbezirk Sekalla. Darüber hinaus bietet das Viertel viele Restaurants, Bars und Nachtclubs.
In der Altstadt El Dahar dagegen wird eher von traditionellen ägyptischen Cafés und Souks geprägt.
Hurghada wurde in den 1980er Jahren von amerikanischen, europäischen und arabischen Investoren zum mit Abstand führenden Badeort am Roten Meer ausgebaut.
Beim Kampf um die besten Plätze setzten Investoren Bootsstege und ganze Hotelkomplexe auf die Riffe. Dabei wurden an Hurghadas Küste über 2 km² Landfläche durch Sandaufschüttungen gewonnen. Dabei erstickte nicht nur die zugeschüttete Meeresfauna und Flora, durch verstärkte Sedimentation und veränderte Strömungsmuster ging auch ein Großteil der angrenzenden Korallenriffe zu Grunde.
Stadtteile
Hurghada besteht aus folgenden Stadtteilen, von Norden nach Süden. Insbesondere für Es-Saqāla gibt es viele alternative Schreibweisen.
- El-Ahya ist ein Küstenstreifen nördlich von Hurghada zwischen ed-Dahhār und El Gouna. Er wird seit den 2010er-Jahren sehr stark touristisch genutzt. Viele Resorts besitzen einen eigenen Strand.
- Ed-Dahhār ist die ursprüngliche Altstadt bzw. „Downtown“ von Hurghada. Die hiesigen Hotels sind einfacher und preiswerter als die in el-Aḥyāʾ und Neu-Hurghada, und auch die Restaurants, da sie auch den Einheimischen dienen, sind noch preisgünstig.
- Es-Saqala ist die Touristenstadt unmittelbar südlich der Altstadt. Der Stadtteil besteht im Wesentlichen aus der Hauptstraße, der Sheraton Road, dem Yachthafen New Marina (Marina Hurghada), der Großen Hafenmoschee – der größten und beeindruckendsten im Gouvernement Rotes Meer –, Hotelanlagen, Restaurants und aus einer Vielzahl touristisch ausgelegter Geschäfte. Es gibt Hotels für alle Preisklassen. Die meisten sind 3- und 4-Sterne-Hotels. Es ist der Stadtteil mit der höchsten Restaurantdichte außerhalb der Hotels.
- Neu-Hurghada bezeichnet einen knapp 20 Kilometer langen Küstenstreifen zwischen es-Saqāla und Sahl Haschisch mit der größten Anzahl an gehobenen 4- und 5-Sterne-Resorts und ‑Hotels. Viele Resorts besitzen einen eigenen Strand, mehrere Restaurants, Bars und Unterhaltungsmöglichkeiten. Der Großteil der Hurghada-Urlauber wird in einem der hiesigen Resorts untergebracht. In diesem Gebiet wurden auch das neue Aquarium und das archäologische Hurghada Museum errichtet.
Durch die Anker der vielen Tauchtouristenboote, die hohe Anzahl durchgeführter Tauchgänge mit häufig schlecht ausgebildeten Sporttauchern, das Aufwirbeln von Sand, das Abbrechen der Korallen als Souvenirs und das mangelnde Umweltbewusstsein der einheimischen Bevölkerung haben die Riffe vor Hurghada schweren Schaden genommen. Sie sind auf lange Zeit schwer beschädigt oder gar zerstört.
Am langen Sandstrand Hurghadas haben sich viele unterschiedliche Hotelanlagen angesiedelt. Am Südende der Hotelmeile findet man ein paar leicht zugängliche Korallenriffe, die besten Stellen liegen jedoch vor der Küste. (Giftuninseln)
Den größten Touristenanteil stellen Besucher aus Deutschland, Großbritannien, Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken.
Nahe der Stadt befindet sich der internationale Flughafen Hurghada.
Im Norden von Hurghada, rund 22 km entfernt, liegt das Urlaubsgebiet El Gouna, ein von zahlreichen Lagunen durchzogener, neu geschaffener Ferienort. Erst in den 1980er Jahren vom ägyptischen Bauunternehmer Samih Sawiris gegründet, wurde El Gouna kontinuierlich ausgebaut.
Wo es zuvor nur einen sandigen Wüstenstreifen zwischen Meer und Küstenbergen gab, entstand eine künstliche Kleinstadt aus Hotelanlagen und Apartmentkomplexen. (Klein Venedig)
Westlich von Hurghada erstreckt sich die Arabische Wüste. Bei Tagesausflügen hat man die Möglichkeit, auf Sanddünen zu spazieren und Dörfer der Beduinen zu besuchen. Ein Kamelritt steht meist auch auf dem Programm. Der Sonnenuntergang und Sternenhimmel in der Wüste bei Nacht ist einfach nur himmlisch.
Und wenn euch nach sandigen Abenteuern wie diesem der Sinn nach Sehenswertem unter Wasser steht, könnt ihr eine Schnorcheltour zu den Giftun- Inseln unternehmen, zum Beispiel nach Mahmya an der südlichen Küste des Nationalparks. Beeindruckende Riffe mit Korallen und ein weißer Sandstrand laden zum Erkunden und Entspannen ein.
Ein Urlaub lebt auch von Abwechslung – in Hurghada ist das kein Problem. Nach einem aufregenden Tag an einem der Strandabschnitte Hurghadas lädt die Marina- der Jachthafen mit der Promenade, den Restaurants und Geschäften zum Speisen und Verweilen ein. Hier kannst du dich auch nach Souvenirs umschauen.
Ein bisschen mehr Basar- und Kulturluft schnupperst du im Hurghada- Urlaub in der Altstadt El Dahar. Auf dem hiesigen Basar duftet es nach orientalischen Gewürzen und es gibt Schmuck und andere Kostbarkeiten zu bewundern.
Später könnt ihr euch dann in einem Wasserpark wie der Makadi Water World austoben.
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Tal der Könige
Das Tal der Könige– gelegen in der Nähe des altägyptischen Theben, heute etwa 5 km nordwestlich des Zentrums der oberägyptischen Stadt Luxor in der bis heute 64 Gräber und Gruben aufgefunden wurden.
Das Tal befindet sich in Theben-West, gegenüber von Karnak, am Rand der Wüste und ist gesäumt von hohen Bergen. Südlich davon liegt das Tal der Königinnen.
Trotz jahrtausendelanger Aktivität von Grabräubern und Plünderern lieferte das Tal der Könige den Ägyptologen der Neuzeit noch zahlreiche höchst wertvolle Grabungsfunde. Unter anderem wurde hier im Jahr 1922 von Howard Carter das weitgehend unversehrte Grab des Tutanchamun (KV62) entdeckt.
Die Gräber im Tal der Könige wurden durchlaufend nummeriert, wobei den Ziffern die Buchstaben KV (englische Abkürzung für Kings Valley) vorangestellt werden. Die Nummerierung geht auf John Gardner Wilkinson zurück, der 1827 mit einem Pinsel und einem Eimer roter Farbe durch das Tal wanderte und jedem Grab, das er fand, eine Nummer gab. Er kam bis zum Grab KV21.
Einige wenige Gräber befinden sich im westlichen Seitental und erhielten das englische Kürzel WV (West Valley).
Das Tal der Könige ist einer der Hauptanziehungspunkte für Touristen in Ägypten. Nur ein kleiner Teil der Gräber kann besichtigt werden, da aus konservatorischen Gründen ein wechselnder Teil gesperrt ist. Einige Gräber wie das von Sethos I. (KV17) sind seit Jahren für Besucher geschlossen. Eintrittskarten berechtigen derzeit zum Besuch von drei Gräbern, es wird von der Verwaltung nahegelegt, sich nur 10 Minuten in dem jeweiligen Grab aufzuhalten. Für das Grab des Tutanchamun muss ein Extraticket gelöst werden.
Das Fotografieren und Filmen unterlag im Tal der Könige strengen Beschränkungen. Seit Dezember 2009 war es nicht mehr erlaubt, Kameras mit in das Tal zu nehmen. Ab dem Jahr 2018 war das Fotografieren ohne Blitz gegen Kauf einer Fotogenehmigung zum Preis von etwa 15 Euro wieder möglich. Derzeit ist das Fotografieren ohne Fotogenehmigung möglich (Stand: August 2024).
Um die Königsgräber vor weiterer Zerstörung zu schützen und für die Zukunft zu erhalten, ist geplant, von den wichtigsten originalgetreue Kopien zu erstellen, die stattdessen besichtigt werden können.
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Ras-Mohammed-Nationalpark
Ras Mohammed ist der Name eines Nationalparks in Ägypten. Er liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel und in direkter Nachbarschaft zur Touristen-Hochburg Scharm asch-Schaich. Die saudi-arabischen Inseln Sanafir und Tiran gehören auch dazu.
Durch ein Gesetz gründete die ägyptische Regierung 1983 den Nationalpark, der offiziell Ras Mohammed Marine Protected Area heißt.
Vom Meer aus gesehen zeigt der höchste Fels am Südende des Kaps eine Ähnlichkeit zu einem männlichen Kopf. Die einheimischen Fischer gaben dem Fels daraufhin den Namen Ras Mohammed, was so viel bedeutet wie „Kopf des Mohammed“.
Ras Mohammed ist der südlichste Punkt der Sinai-Halbinsel. Ras Mohammed stellt für sich eine kleine Halbinsel dar, die durch eine Landzunge mit dem Sinai verbunden ist. Diese hat eine Breite von ca. 800 m und eine Länge von ca. 3,5 km. Die kleine Halbinsel selbst hat eine Länge von ca. 5,1 km und eine maximale Breite von ca. 3,5 km. Das Gebiet ist ein einziger Block fossiler Korallen, der angehoben wurde. Der höchste Punkt hat eine Höhe von 73 m. Ras Mohammed teilt den Golf von Akaba vom Golf von Sues und spaltet somit das Rote Meer.
Durch die geringen Niederschlagsmengen und die ganzjährig hohen Lufttemperaturen ist die Vegetation äußerst spärlich. Dennoch existieren 80 Pflanzenarten im Nationalpark. Die dominanten Pflanzen sind Akazien und Palmen. Im Mangrove Channel an der südwestlichen Spitze Ras Mohammeds wachsen Mangroven. Diese sind die zweitnördlichsten auf der Erde.
Ras Mohammed hat die größte Artenvielfalt marinen Lebens im Sinai. Vor allem an der Südspitze der Landzunge kann man große Fischschwärme beobachten.
Die Großfische unter den Riffbewohnern sind die Riesenmuräne, die eine Länge von 3 m und ein Gewicht von 30 kg erreichen kann, der Napoleonfisch , der es zu einem Gesamtgewicht von fast 200 kg bringen kann. Besonders grazile Riffbewohner sind der Rotfeuerfisch und der Strahlenfeuerfisch.
Die Feuerfische zeigen wenig Fluchtverhalten, da sie an der Rückenflosse mit Giftstacheln bewaffnet sind. Das Gift ist äußerst schmerzhaft. Der Riesen- Drückerfisch ist bei Tauchern wegen seiner Aggressivität gefürchtet. Während der Brutsaison greift der Fisch alles an, das sich seinem Gelege nähert. Der Biss des kräftigen Kiefers kann zu schweren Verletzungen führen. Auf der westlichen Seite im Golf von Suez und in der Marsa Bareika trifft man häufig auf Blaupunktrochen und Meeresschildkröten.
Haie sind hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel. So könnt ihr zum Beispiel an den ägyptischen Urlaubsorten Hurghada, Marsa Alam, El Gouna, Soma Bay und Safaga vorgelagerten Riffen auf Exemplare treffen. Auch vor dem Sinai tummeln sie sich, falls ihr lieber nach Sharm el Sheikh oder Dahab reisen möchtet.
Haiarten im Roten Meer:
- Schwarzspitzen-Riffhai: Relativ häufig und harmlos für den Menschen.
- Weißspitzen-Riffhai: Ebenfalls häufig und harmlos, solange sie nicht provoziert werden.
- Hammerhai: Kann größer werden und ist bekannt für seine Neugier, aber Angriffe sind selten.
- Sandtigerhai: Ein größerer Hai, der auch an der Küste anzutreffen ist.
- Tigerhai: Gefährlicher Hai, der für Angriffe auf Menschen verantwortlich sein kann.
- Makohai: Ein schnell schwimmender Hai, der ebenfalls als gefährlich gilt.
- Weißspitzen-Hochseehai: Ein Hai, der in tieferen Gewässern vorkommt und als gefährlich eingestuft wird.
Der Ras-Mohammed- Nationalpark ist trotz des Schutzstatus relativ stark belastet. Vor allem die Unterwasser- Flora und - Fauna leidet erheblich unter dem immer stärker werdenden Tauchtourismus.
In der Vergangenheit wurden zum Schutz der Riffe Ankerbojen installiert, damit die Tauchboote nicht am Riff ankern. Jedoch die pure Menge an Tauchern und das teilweise unangebrachte Verhalten schädigen die Riffe massiv. Um diese Belastung auszugleichen, hat die Verwaltung Sperrzonen eingeführt.
Ferner wurden an mehreren Tauchplätzen keine Ankerbojen installiert, womit eine automatische Schonung dieser Bereiche eintritt.
2010 war die Region um Scharm asch- Schaich und Ras Mohammed häufig ein Ziel von Hai- Attacken auf Menschen. Diese Angriffe führten schon zu schweren Verletzungen und Todesfälle unter Urlaubern. Experten zufolge sind die Angreifer Weißspitzen-Hochseehaie, die normalerweise die Küstengewässer meiden. Auslöser für dieses ungewöhnliche Verhalten ist vermutlich das illegale Entsorgen von Schafskadavern im Ras-Mohammed- Nationalpark um den Touristen etwas zu bieten.
Die Riffe des Nationalparks haben ihn zu einem beliebten Tauchziel für Taucher aus Scharm asch-Schaich und den umliegenden Ferienorten gemacht.
Bekannte Tauchplätze sind:
- Shark Reef (Land- und Bootstauchgang)
- Shark Observatory (Land- und Bootstauchgang)
- Jolanda Reef (Land- und Bootstauchgang)
- Old Quay (Landtauchgang)
- Aqaba Beaches (Landtauchgang)
- Camping Area (Landtauchgang)
- Jack-Fish-Alley (Bootstauchgang)
- Ras Zatar (Bootstauchgang)
Das Shark Reef und das Jolanda Reef liegen direkt an steilen Riffwänden, die bis zu 800 m tief abfallen. Durch die besonders starke Strömung an dieser Stelle trifft man auf zahlreiche Fischarten und eine einzigartige Korallenwelt. Das Jolanda Reef wurde nach einem Frachtschiff benannt, das 1980 hier sank und dessen Ladung – hauptsächlich Kloschüsseln – immer noch auf dem Riff verteilt ist.
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Historisches Kairo
Das Historische Kairo, auch bezeichnet als Islamisches Kairo ist der historische Stadtkern des modernen Kairo und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es wurde 1979 unter Schutz gestellt als eine der ältesten islamischen Städte der Welt, mit berühmten Moscheen, Medressen, Hamams und Brunnen. Damit sollte nicht nur Kairos Bedeutung als islamische Metropole gewürdigt werden, sondern auch sein Beispielcharakter für das städtische Leben überhaupt. Im 10. Jahrhundert gegründet, erreichte das historische Kairo seine Blütezeit im 14. Jahrhundert.
Die Stadt Kairo, zwischen einem Nebenarm des Nil im Westen und dem Berg Mukattam im Osten gelegen, konnte lange Zeit nur nach Norden und nach Süden erweitert werden, so dass sich die historische Bebauung als ein langgestreckter Streifen zwischen den beiden nord-südlich verlaufenden Straßen Port Said Street und Salah Salim Highway befindet.
Die Altstadt von Kairo gilt als die weltweit größte mittelalterliche Stadt, in der traditionelle Lebensformen noch Teil des Alltags sind. Die in diesem Teil der Stadt liegende Zitadelle stammt aus dem Jahr 1176 und beansprucht für sich den östlichen Teil Kairos.
Auch die drei, bis heute erhaltenen Stadttore, von denen es zuvor insgesamt acht gegeben hat, zeigen, dass Ägyptens Hauptstadt ein gut befestigter und bewachter Ort gewesen sein muss. Alle übrig gebliebenen Stadttore haben eigene Namen und werden Bab Zeuela, Bab an Nasr und Bab al-Faotouh genannt. Von Ihren Mauern aus hat man bei klarem Wetter einen ausgezeichneten Blick auf die Pyramiden in Gizeh. Sie wird bis zum heutigen Tag für militärische Zwecke genutzt, kann aber seit etwa zwanzig Jahren von der Öffentlichkeit besichtigt werden.
Architektonische Merkmale von mittelalterlichen sind steinerne Mauern mit hochgelegenen Fenstern im Erdgeschoss und Vorkragen des oberen Stockwerks um etwa einen Meter in den Hofraum. Die traditionellen Kairener Häuser hatten (und haben) große Öffnungen nach außen, aber diese wurden immer möglichst hoch oben angebracht – wie ein Beobachter des 19. Jahrhunderts bemerkte, höher, als ein Reiter auf einem Pferd einsehen konnte.
Wegen der Feuergefahr war die maximale Höhe der Häuser auf drei oder vier Stockwerke beschränkt.
Nachdem Ägypten unabhängig geworden war, verließen viele Ausländer Kairo, und die wohlhabenderen Familien zogen aus den mittelalterlichen Stadtvierteln in die Unterstadt.
Bei der Unterschutzstellung des historischen Kairo 1979 war es versäumt worden, die genauen Grenzen des Weltkulturerbes festzulegen. In den dreißig Jahren, die darauf folgten, wurden keine konkreten Maßnahmen zur Erhaltung der Altstadt ergriffen.
Einen besonderen Reiz auf Ägyptens Touristen üben die Märkte, die sogenannten Sugs aus, die mit orientalischen Waren beladen täglich viele Besucher anlocken und manchen von ihnen dazu bringen von den angebotenen Gewürzen, Metallwaren und anderen Dingen allzu viel als Souvenir nach Hause zu tragen. Nicht immer kann man sich auf die Echtheit der Warenangebote verlassen.
Im Koptischen Museum finden Touristen eine große Sammlung vielerlei Exponate auch aus der Grabkammer des großen Königs Tutanchamun und anderen Gegenständen aus den Zeiten der Pharaonen Ägyptens.
Auch die Alabastermoschee mit ihrer vergoldeten Kuppel mit einer lichten Höhe von 52 m ist absolut sehenswert. In ihren Ecken befinden sich vier kleiner angelegte Kuppeln und die Seiten sind jeweils durch Halbkuppeln überspannt. Die Innenräume der Moschee sind mit dicken Teppichen ausgelegt.
Zwei Minarette flankieren den Gebäudekomplex und ein im Jahr 1672 ersetztes Mausoleum, das dem Erbauer als Grabstätte dient.
In Kairos Altstadt warten überall unvergessliche Eindrücke auf dich. Hier findest du viele bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Al-Azhar-Moschee und die Ibn-Tulun-Moschee. Wegen seiner vielen Moscheen ist Kairo auch bekannt als die „Stadt der 1.000 Minarette“. In der gesamten Altstadt schlenderst du nicht nur an etwa 600 historischen Gebäuden vorbei, sondern auch an den drei uralten, massiven Stadttoren Bab al-Futuḥ, Bab an-Nasr und Bab Zuweila.
Dabei erhältst du einen nachhaltigen Eindruck von der alten islamischen Architektur. Typische Elemente sind Spitzbögen, Muqarnas (Stalaktitengewölbe) sowie Kuppeln, die mit Mosaiken und geometrischen Mustern verziert sind.
Außerdem lohnt sich eine Besichtigung der historischen Stadtmauer. In der sogenannte „Islamische Altstadt“ findest du in den engen, verwinkelten Gassen authentisches orientalisches Flair, das sich durch bunte Farben, lebhafte Basare, einzigartige Handwerkskunst und viele alte Gebäude mit traditioneller Architektur ins Gedächtnis brennt.
Die beste Reisezeit für Ägypten und Kairos Sehenswürdigkeiten liegt zwischen Oktober und Mai – also nach den heißen Sommermonaten.
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Katharinen Kloster (Sinai)
Das Katharinen Kloster ist eines der ältesten Klöster der Christenheit und befindet sich im Süden der Sinai-Halbinsel in Ägypten.
In der spätantiken christlichen Pilgertradition war der Gipfel des benachbarten Dschabal Musa jener Ort, an dem Mose von Gott die Zehn Gebote empfangen haben soll. Etwas später ist dann die Verehrung eines Dornbusches am Fuß dieses Berges bezeugt, der als der Brennende Dornbusch, in dem Gott sich Mose offenbarte, betrachtet wird. Das Dornbusch-Heiligtum befindet sich auf dem Klostergelände.
Wegen seiner isolierten Lage gehört das Katharinen Kloster zu den wenigen Klöstern, die seit der Spätantike dauerhaft bewohnt sind und nie zerstört wurden.
Die Hauptkirche des Klosters ist ein sehr gut erhaltener frühbyzantinischer Kirchenbau, der bauzeitliche Schnitzereien und Mosaike aufweist.
Die große Ikonensammlung, zu der Meisterwerke des 6. und 7. Jahrhunderts zählen, ist in ihrer Qualität und Vielfalt einzigartig. Die Handschriften- und Bücherbestände des Sinai Klosters sind nur mit der Vatikanischen Bibliothek vergleichbar.
Das Katharinen Kloster bildet zusammen mit den Beduinensiedlungen der Umgebung die Stadt St. Katharina. Es liegt durchschnittlich 1585 m über dem Meeresspiegel.
Seit 2002 gehört das Kloster mit seiner Umgebung zum UNESCO-Welterbe. Es liegt im Kerngebiet des 1988 ausgewiesenen St.-Katharina-Nationalparks.Erstmals seit 1982, als Ägypten den Süd Sinai wieder in Besitz nahm, ordneten die Behörden im September 2013 die Schließung des Katharinen Klosters aus Sicherheitsgründen an. Vorausgegangen war eine Reihe von Anschlägen gegen christliche Einrichtungen. Für die in der Nachbarschaft wohnenden Beduinen, aber auch für das Kloster selbst, führten die fehlenden Einnahmen aus dem Tourismus zu finanziellen Problemen.
Am 18. April 2017 kam es zu einem Angriff auf einen Kontrollposten vor dem Kloster. Mehrere Bewaffnete eröffneten das Feuer, töteten einen Polizisten und verletzten drei weitere. Als die Beamten das Feuer erwiderten, konnten die Angreifer flüchten. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich zu dem Vorfall.
Die Ikonensammlung des Katharinen Klosters ist einzigartig, sowohl in ihrer Qualität und Vielfalt als auch in ihrem Umfang. Vom 6. Jahrhundert bis zur Moderne ist jede Epoche der Ikonenmalerei vertreten.
Die Klosterbibliothek ist wahrscheinlich die älteste erhaltene christliche Büchersammlung – eine Sammlung, die an Umfang nur durch die der Biblioteca Vaticana übertroffen wird. Viele dieser Bücher haben noch ihren ursprünglichen Einband, im Gegensatz zu westlichen Bibliotheken, wo die Originaleinbände in der Regel ersetzt wurden.