| Hurghada |
| Geschrieben von: Administrator | |||||||||
| Freitag, den 08. Januar 2010 um 18:14 Uhr | |||||||||
Seite 1 von 4 Hurghada
Früher dümpelten im ägyptischen Hurghada nur ein paar hölzerne Fischerboote im Hafen. In der Nähe war ein vornehmes Hotel für ebenso vornehme Badeurlauber, aber das Ende dieser Art Einsamkeit war schon abzusehen. Eines Tages erschienen ein paar neue Feriengäste aus Europa, blickten hinaus aufs Meer und begannen alsbald mitsamt den mitgebrachten Gerätschaften unter dessen türkisblauer Oberfläche zu verschwinden. Es war die Geburtsstunde des Tauchtourismus am Roten Meer. Drei Jahrzehnte später wirkt der alte Kern des ehemals armen Fischerdorfes Hurghada wie eingemauert. Ein paar schmucklose Häuser stehen noch, wirken aber umgeben von Souvenirläden und Kneipen alles andere als beschaulich. Dafür reihen sich um so mehr mondäne Hotelpaläste mit europäischen Standards längs der Küste kilometerweit aneinander, mittlerweile insgesamt weit über hundert.Täglich strömen neu ankommende Urlauber - 750.000 pro Jahr - aus den Fliegern. Hurghada ist längst zur Stadt geworden. Mit modernen Krankenhäusern, Shopping-Malls, Restaurants und (fast) allem, was dazu gehört. Und auch wenn kaum ein Drittel der Urlauber hier taucht, gibt es doch jede Menge Tauchbasen. Die Tauchboote fahren jeden Tag einer Armada gleich hinaus. Erfahrene Taucher meiden Hurghada deswegen und weichen nach Süden aus. Auch weil die Sünden der Vergangenheit nachhaltige Spuren hinterlassen haben: Anker wurden auf die Korallen geworfen und zerstörten Teile einiger Riffe so nachhaltig, dass sich die Natur an manchen Stellen bis heute nicht erholen konnte. Tauchanfänger hingegen sind hier gut aufgehoben. In den Hotels finden die ersten Stunden des Tauchkurses im Swimming-Pool statt, und für den Neuling ist die Unterwasserwelt auch dann faszinierend, wenn sein Schiff mit mehreren anderen am Riff vertäut liegt. Wer schon etwas höhere Ansprüche an das Erlebnis Tauchen stellt, nutzt Hurghada dagegen nur als Ausgangspunkt für eine Tauchkreuzfahrt zu den Wracks im Norden. Oder er fährt mit dem Auto von hier aus gleich nach Safaga oder gar noch weiter. Bis der Tourismus in Hurghada boomte, war das 50 Kilometer entfernte Safaga der größere Ort am Roten Meer. Schon lange ein bedeutender Fährhafen, gewann Safaga erst später an touristischer Bedeutung. Auch dort findet sich das ein oder andere Hotel weltweit operierender Ketten, aber rein zahlenmäßig ist das Bettenangebot bei weitem nicht mit dem Hurghadas zu vergleichen. So ist denn auch vielen Riffen vor der Küste Safagas ein ähnliches Schicksal wie denen im Norden erspart geblieben. Sie sind zwar auch nicht mehr jungfräulich, aber ein schädlicher Run auf sie wie vor Hurghada ist weitgehend vermieden worden. Ankerschäden sind vor Safaga nicht ganz ausgeblieben, aber man hat aus den Fehlern Hurghadas gelernt. In die Schlagzeilen geriet Safaga, als vor einigen Jahren mit dem Untergang der Salem Express ein schweres Schiffsunglück beinahe 1000 Menschenleben forderte. Nach einer langen Ruhephase wird das Wrack der Fähre heute von den meisten ansässigen Tauchbasen angelaufen. Taucher dürfen und können jedoch nicht in die versiegelten Innenräume in rund 30 Metern Tiefe vordringen, schließlich konnten nicht alle Opfer geborgen werden. Auf dem Meeresgrund, direkt neben dem Schiff, liegen Rettungsboote und machen die ganze Dramatik des Ereignisses deutlich. Da zieht es dann doch mehr Taucher an die teils steil abfallenden Riffe. Die Chance, einem Hai oder großen Rochen zu begegnen, ist in Safaga größer als in Hurghada. Die mit bunten Weichkorallen bewachsenen Riffwände zaubern eine besondere Atmosphäre in die Unterwasserwelt, und wenn nach dem Auftauchen nicht ganz so viele Schiffe nebeneinander liegen, ist es auch ganz schön. Mit dem Ausbau Hurghadas hat der "Umzug" erfahrener Taucher nach Safaga eingesetzt. Echten Tauch-Freaks bieten einige Basen wie das Orca Dive Center seit geraumer Zeit das Tech-Tauchen, einer speziellen Form sicheren Tieftauchens, an.
Hurghada besteht aus drei Stadtteilen, El Dahhar , Al - Sakkala und Al - Ahiaa:
Aufgrund des beeindruckenden Unterwasserlebens seiner Riffe und Inseln, sowie die hervorragenden Wetterbedingungen, stellt Hurghada eine der Hauptdestinationen für Taucher, Wassersportler und Sonnenanbeter in Ägypten dar. Direkt am Roten Meer - einst ein kleines Fischerdorf mit ca. 500 Einwohnern, ist heute die Drehscheibe des internationalen Tourismus Ägyptens.
In den letzten 15 Jahren hat sich Hurghada zum größten Baderesort am Roten Meer, mit mehr als 100 Hotels, entwickelt.
Heute gibt es neben den zahlreichen Hotels unzählige Shops, Basare, Restaurants, Bars, moderne Einkaufsmeilen - einfach alles - was das Herz begehrt. Hell beleuchtete Straßen, die Hurghada bis in die Wüste auch bei Nacht, taghell erstrahlen lassen. 24 Stunden Shopping, in Hurghada ist es möglich. Unzählige private Minibusse, Taxen und einige Privatunternehmen sorgen dafür, dass der Besucherstrom bis zum Sonnenaufgang in Bewegung bleibt. Leider müssen wir an dieser Stelle auch auf eine "Negativentwicklung" eingehen.
Sakalla / Hadaba und Dahar (Down Town). Die beiden Stadtteile Sakalla und Hadaba gehen nahtlos in einander über und bilden den angenehmeren Teil des Stadtzentrums. Zwar sind auch hier Shops, Restaurants, Cafés, Wechselstuben und mehr, wie Perlen auf der Kette aneinander gereit, aber die Shopbesitzer sind noch nicht so erbarmungslos wie in Dahar. Hinzu kommt, dass in Hadaba sehr viele Staff wohnen, hier findet man sehr gute Restaurants für relativ wenig Geld. Dazu mehr unter dem Punkt " Restaurants ". Dahar, wird von den meisten Äyptern als die Altstadt bezeichnet, welches mit Verlaub völliger Unsinn ist. In einem Punkt haben sie allerdings recht, Dahar könnte vom Aussehen her die Altstadt sein. Aber woher sollen sie das auch besser wissen, denn über 95% der hier lebenden und arbeitenden "Einheimischen" sind durch die Tourismusbranche nach Hurghada gekommen. Aus dem ganzen Land: Assuan, Alexandria, Kairo und so weiter. Die eigentliche Altstadt ist Sakalla, dort, wo sich auch der Hafen befindet und die damaligen Fischer in ihren Hütten lebten. Die letzten dieser jämmerlichen Bauwerke sind erst Anfang diesen Jahres 2006 einer neuen Marina zum Opfer gefallen.
Besonders die Mittelschicht und die Armen haben hervorragend gelernt, mit Touristen umzugehen. Jeder Trick wird probiert, um an das Geld der Urlauber zu kommen. Dabei sind nicht alle von der feinsten Art. Bettelnde Frauen, meist mit einem Säugling auf dem Arm, die Ihnen zeigen, dass sie Geld für ihr Kind brauchen, sind in Hurghada genau so anzutreffen wie die "illegalen" fliegenden Händler. Leider lernen auch die kleinen Kinder sehr schnell, dass man mit Betteln mehr Geld "verdienen" kann als mit ehrlicher Arbeit. Ich habe mir mal die Mühe gemacht zu zählen, was so ein Betteln einbringt. Die Frau bekam innerhalb einer Stunde ca. 5 LE!!! Das sind bei 8 Stunden "Arbeit" am Tag 40 LE, im Monat gute 1.200 LE !!!
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. Dezember 2011 um 11:41 Uhr |





