| Rotes Meer |
| Geschrieben von: Administrator | |||
| Mittwoch, den 13. Januar 2010 um 18:32 Uhr | |||
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Das Rote Meer ist eine schmale, 2240 km lange, bis 2604 m tiefe Meerenge zwischen Nordost-Afrika und der Arabischen Halbinsel. Der Rauminhalt des Meeres beträgt 0,2 Mio km³. Zum Roten Meer gehören:
weiterer Anrainerstaat: Sudan
Das Rote Meer markiert eine geologisch hochaktive Spreizungszone mit aufquellendem Magma und bewirkt dadurch das Auseinanderdriften der Afrikanischen und der Arabischen Platte seit 130 Millionen Jahren. Zurzeit wird das Meer jedes Jahr im Norden um 0,8 cm, im Süden um 1,6 cm breiter.
An der Schwelle bei Bab al-Mandab steigt 16 °C kühles Tiefenwasser aus dem Golf von Aden auf, was eine biologische Barriere für manche Arten darstellt. Dies ist eine Erklärung, warum es im ganzen Roten Meer keine Seeschlangen gibt.
Vorherrschend sind Saumriffe nur wenige dutzend bis hunderte Meter vor der Küste oder in Inselnähe. An einigen wenigen flachen Stellen erheben sich Fleckriffe, wie im Nordosten von Hurghada, vor Safaga, südlich von Ras Ghalib (auch Marsa Ghalib, Port Ghalib) - wie das Elphinstone-Riff - und südlich von Marsa Alam. Ferner gibt es drei Riffgruppen weit vor der Küste, die von tiefem Wasser umgeben sind: nordöstlich von Al-Qusair (auch El Quseir) die Brother Islands (Al-Akhawein), südöstlich von Marsa Alam das Daedalus Riff (Abu el-Kizan) und an der Grenze zum Sudan, auf der Höhe von Al Shalaten, St. Johannes-Insel (Geziret Zabargad) und Rocky Island.
Umweltschäden Vor Hurghada haben zum einen der Massentourismus, der sich rasant nach Süden ausbreitet, zum anderen alte und anhaltende Sünden wie das Einleiten ungeklärter Abwässer, wildes Ankern und die Korallenbleiche viele Korallen irreversibel stark beschädigt oder ganz vernichtet. Es wird davon ausgegangen, dass die Zerstörung selbst in den südlichsten Teilen, an der Grenze zum Sudan, rasch voranschreiten wird. Massenhafte Tauchsafaris haben dabei einen erheblichen Anteil. Das illegale Fischen an geschützten Korallenriffen ist gang und gäbe, selbst Fleisch von Meereskühen und Haifischen wird gelegentlich in Hurghada angeboten. So hat es noch vor wenigen Jahren am Elphinstone Dutzende von Weißspitzen-Hochseehaien gegeben, während jetzt zwei oder drei zu sehen sind; an anderen Stellen gar keine mehr. Die Population der Gabelschwanzseekühe scheint vor dem Zusammenbruch zu stehen.Die HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association) ist eine 1992 gegründete nicht staatliche Organisation (Non Governmental Organisation = NGO), die sich des Schutzes des ägyptischen Meeresteils mit sämtlichen Tieren über und unter Wasser angenommen hat. Dazu gehören u.a. die Installation von über 1000 Mooring-Bojen, um Schäden durch wildes Ankern zu vermeiden (siehe Weblinks.) Am Dolphin House hat die Beschränkung der Boote und die Einrichtung von Schutzzonen einiges bewirkt. Einige Tauchunternehmen vor Ort fordern, die Anzahl der Tauchboote am selben Ankerplatz zu begrenzen. Manchmal werden zehn Schiffe in Reihe vertäut, die bei Seegang dann ganze Korallenblöcke herausreißen. Außerdem behindern Dutzende von Tauchern auf kleinstem Gebiet die Sicht und verdrängen die angestammten Tiere.
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 20. April 2011 um 19:16 Uhr |



