| Theben West |
| Geschrieben von: Administrator | |||
| Samstag, den 09. Januar 2010 um 14:07 Uhr | |||
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Am Westufer des Nils liegt die Nekropole, die Totenstadt.
Durch verschiedene Sicherheitseinrichtungen versuchte man, die Gräber vor Räubern zu schützen, dennoch wurden ausnahmslos alle schon einmal von systematisch vorgehenden Grabräubern geöffnet und meistens auch ausgeraubt. Um weitere Plünderungen zu verhindern, ließ schon in der 21. Dynastie Pharao Pinodjem II. die Reste von Königsmumien und Grabausstattungen in einer versteckten Kammer, der sogenannten Cachette, unterbringen. Diese Cachette, eine Kammer von 7 m Länge, die man über einen 12m tiefen Schacht und einen 70 m langen Gang erreichte, wurde erst nach mühseligen Nachforschungen 1881 gefunden. Auch die Funktion der Totentempel hatte sich im Neuen Reich gewandelt: Sie waren nicht mehr nur Kultstätten, sondern sie unterhielten auch Schulen und Bibliotheken, in denen junge Beamte ausgebildet wurden.
Memnonkolosse An der von den Nekropolen im Tal der Königinnen bzw. von Medinet Habu zum Nil zurückführenden Straße erheben sich weithin sichtbar links (nördlich) in den Feldern die Memnonkolosse als Wahrzeichen des thebanischen Westufers. Sie sind aus einem sehr harten gelbbraunen Kieselsandstein gearbeitet, der sich in den Sandsteingebirgen oberhalb von Edfu eingelagert findet. Beide Statuen stellen Amenophis III. dar, der auf einem würfelförmigen Thron sitzt. Kein Besucher der Totenstadt von Luxor kommt um sie herum. Wie große Wächter stehen oder vielmehr sitzen die beiden Riesenstatuen direkt an der Hauptstrasse, die zum einzigen Bilettschalter der Altertümer Thebens führt. Der Anblick der beiden Kolosse ist noch immer gratis.
Es ist die berühmte 'klingende Memnonsäule', das Ziel vieler Reisender in der römischen Kaiserzeit. Man hatte nämlich an dem zerbrochenen Koloß beim Aufgang der Sonne einen eigentümlichen Klang beobachtet und spann nun die Sage aus, daß Memnon mit sanftem Klageton seine Mutter Eos begrüße, deren Tränen (der Morgentau) dann auf das geliebte Kind herniederfielen. Zahlreiche Inschriften in griechischer und lateinischer Sprache, in prosaischer und poetischer Form, ziehen sich in erreichbarer Höhe um die Beine des nördlichen Kolosses und bestätigen die Annahme, daß nur von ihm der wundervolle Klang ausging. Am besten sind die Verse des 'kaiserlichen Prokurators und Poeten' Asklepiodotes auf der Vorderseite des Sockels, die in etwa wie folgt lauten: "Meergebor'ne Thetis, wisse, Memnon brauchte nicht zu sterben. Wenn die mütterlichen Strahlen ihn mit heißem Glanze färben, so ertönt sein lautes Rufen, wo sich Libyens Berge heben, die der Nilstrom, Ufer netzend, trennt vom hunderttor'gen Theben. Doch Dein Sohn, der unersättlich Kampf ersehnt' zur Feldschlacht steigend, ruht in Troja und Thessalien ewig stumm und ewig schweigend." Seit Anfang des Jahres 2002 wurden die beiden 700 Tonnen schweren Figuren des Pharaos Amenophis III. gereinigt und konserviert. Als erster wurde der nördliche Koloss rundum verpackt. Vier Wochen war er in eine dichte Staubwolke gehüllt, bis er endlich sandstrahlgeputzt wieder befreit wurde. Ende Februar begann man mit der südlichen Statue - auch hier dauerte die Reinigung und Konservierung rund einen Monat. - Durch die Reinigung wurden Farbreste freigelegt worden und auch Inschriften sind wieder besser lesbar. Ebenso wurden rund 900 Risse verklebt. Diese Prozedur war auch dringend nötig, denn nicht nur 3360 Jahre machten den Kolossen zu schaffen, sondern auch die Gegenwart. Erschütterungen durch den Verkehr, Abgase und Vibrationen der wartenden Busse taten ihr Übriges auf die nur scheinbare Unerschüttlichkeit der Kolosse. Es wird mittlerweile schon geplant, den Parkplatz zu verlegen.
Tal der Könige Arabisch: Wādī al-Mulūk, وادي الملوك; auch als ببان الملوك, Bibān al-Mulūk, den „Toren der Könige" - 65 gefundenen Gräber von Königen, Königinnen und Prinzen der 18., 19. und 20. Dynastie im Ost- und West-Tal. Archäologen von gestern und heute haben eine gewaltige Materialsammlung zusammengetragen, und so erzählt ein jedes der mindestens 80 großen und kleinen Monumente, der reich verzierten Gräber wie der hastig angelegten Gruben im Tal mehr oder weniger beredt seine ureigene Geschichte - von Königen, Priestern und Adligen, von Ritual und Magie, von pharaonischem Dünkel und menschlicher Habsucht.
Öffnungszeiten und Preise Tal der Könige - £E 55 (beinhaltet drei Gräber Ihrer Wahl), geöffnet 9:00 - 17 Uhr; im Sommer 6:00 - 18 Uhr, während Ramadan sind die Zeiten kürzer. Sie können sich mit einem Mini-Zug zu den Gräbern fahren lassen ( zusätzlich £E 1) oder laufen. Tutenchamun-Grab zusätzlich £E 70 (Extra Schalter für das Tutenchamun-Grab!). Grab des Eje im Westtal zusätzlich £E 10/12. Tickets nur noch am Schalter am Eingang des Tals.
Die Gräber werden im jährlichem Wechsel dem Publikum geöffnet. Alle Gräber besitzen nun eine Erläuterung am Grabeingang auf einer modernen und informativen Tafel zur Geschichte, Architektur und Dekoration. Es werden Grundpläne und wichtige Detailaufnahmen vorgestellt. Diese Tafeln wurden unter Unterstützung durch das Theban Mapping Projekt durch die ägyptische Antikenbehörde erstellt. Wenn Sie möchten, können Sie den Rückweg über den Gebirgskamm zurücklegen. Man startet hierzu ungefähr auf der Höhe des Grabes von Ramses VI. in Richtung Nil. Der nach Norden führende Weg endet in Deir al-Bahari, der nach Süden führende Weg in Deir el-Madina. Die Wanderung ist reizvoll, wenn auch etwas beschwerlich. Man erhält von oben eine gute Aussicht auf das Königsgräbertal und auf die Tempel von Deir al-Bahari bzw. auf die Arbeitersiedlung Deir al-Madina.
Tal der Königinnen Im Süden von Theben West liegt das Tal der Königinnen, ein gesonderter Bestattungsplatz für die zahlreichen Herrscherinnen, Prinzen und Prinzessinnen des Neuen Reichs. Im Bezug auf Größe und Dekoration unterscheiden sich die Gräber zu den Königen erheblich. Im Tal der Königinnen waren die Gräber wesentlich kleiner, auch die Wandszenen zeigen oft nur Texte die aus dem Totenbuch entnommen worden sind. z. z. kein Bild vorhanden
Öffnungszeiten und Preise Tal der Königinnen - £E 20 für Grab Königin Titi, Grab des Amun-hir-Khopshef (Sohn von Ramses II.) und Grab des Khamwese (Sohn von Ramses III.). Das Grab der Nefertari ist geschlossen!
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. Januar 2010 um 22:11 Uhr |






