| Assuan |
| Geschrieben von: Administrator | |||
| Samstag, den 09. Januar 2010 um 14:19 Uhr | |||
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Assuan (arab.: اسوان, Aswān; altägyptisch Sunu, griechisch Syene; frz. Assouan) liegt 210 km von Luxor und etwa 870 km von Kairo entfernt und markiert die ehemalige Südgrenze des Alten Reiches. Die wegen ihrer Sauberkeit gerühmte oberägyptische Stadt liegt unterhalb des Ersten Nilkataraktes am Ostufer des Flusses teils in einer Ebene, teils auf einer Anhöhe, und wird wegen des ausgeglichenen trocken-heißen Klimas und der hier verabreichten Sandbäder gegen Gelenkkrankheiten als Winterkurort besucht. Assuan ist Hauptstadt des gleichnamigen südlichsten Gouvernorates in Ägypten, Sitz einer Universität und Endpunkt der Niltal-Eisenbahnlinie. Hier endet das Niltal mit seiner so ausgesprochen lieblichen Landschaft und hier endet ebenfalls Ägypten und beginnt Nubien. Hier finden wir keine bestellten Felder mehr entlang dem Fluß, sondern nicht enden wollende Kilometer Wüstensand und die stillen und mächtigen Wasser des Nasser-Sees. Assuan liegt auf der Ostseite des Nils, dessen fruchtbarer Grüngürtel hier durch felsige Ausläufer der Wüste unterbrochen wird. In früheren Zeiten trug der Ort den Namen "Swani" oder "Swenet", was soviel wie "Marktplatz" bedeutet und tatsächlich war der Ort während Tausender von Jahren ein blühendes Handelszentrum. Südlich der Stadt ist diese Passage durch den umstrittenen Staudamm geschlossen, hinter dem sich der riesige Nasser-See erstreckt. In den nahen Steinbrüchen wurden schon sehr früh grauer Granit abgebaut, der so häufig für die pharaonischen Monumente verwendete wurde: Syenit. Die Vorkommen waren derart ergiebig, daß sie auch noch in römischer Zeit abgebaut wurden. Seit der Antike ist Assuan ein großer Warenumschlagplatz, da dort die Handelswege aus Afrika, den Wüsten im Westen Ägyptens und auch aus Indien zusammenlaufen. In der Scharia es-Sūq (auch Scharia Saad Zaghlūl genannt), zweite Parallelstraße östlich der Corniche el-Nil (Niluferstraße) befindet sich ein ausgedehntes Basargelände, das im Norden, ungefähr am Bahnhof, beginnt. Am Gewürzmarkt kann man zu sehr günstigen Preisen ausgezeichnete Gewürze erstehen. Auch werden Malven- und Tamariskenblüten für die Tee Zubereitung angeboten. Galabajias, Schmuck und andere Waren können ebenfalls erstanden werden. In Assuan ist der Nil am schönsten; er durchfließt die bernsteinfarbige Wüste und Granitfelsen, vorbei an runden Smaragdinseln, mit Waldungen aus Palmen und tropischen Bäumen. Assuan erkunden Erleben Sie großartige Sonnenuntergänge während Sie auf der Terrasse des alten Cataract-Hotels Tee trinken. Jede Nacht führen nubische Tänzer und Musiker Folklore vor, geradewegs der Corniche. Entspannen Sie sich in Assuan und besichtigen Sie einige Moscheen. Es gibt aber einige Punkte im Standardprogramm, die zu den Kreuzfahrten dazu gehören und einige andere, die es wirklich wert sind. Dazu gehört eine Parfümerie, in der man preiswertes Parfüm in überteuerten Flacons kaufen kann, der unvollendete Oblisk und der Assuan-Hochstaudamm.
Kitchener Insel Mit der Feluke gelangt man vom Festland zur zweiten Nilinsel - Kitchener Insel, benannt nach Lord Horatió Kitchener (Earl Kitchener of Khartoum, (* 24. Juni 1850 in Kerry, Irland ; † 5. Juni 1916 westlich der Orkneyinseln) war britischer General und Politiker.), der hier bei seiner Expedition gegen den Mahdi-Aufstand wohnte. Den Namen aus der Kolonialzeit hört man heute nicht mehr gern und sie wird daher auch Geziret el-Nabatat (Pflanzeninsel) , Botanical Island genannt. Die Insel selbst lädt zu einem Spaziergang in dem berühmten botanischen Garten mit afrikanischen und asiatischen Pflanzen ein. Eintritt 5 £E . Legen Sie Ihren Besuchtag nicht auf einen Freitag, da an diesem Tag die Insel fest in Hand der Einheimischen ist. Die Kitchner-Insel hat ihren Namen von ihrem langjährigen Besitzer, einem Briten, der hier seine Sehnsucht nach Grün und Blüten austobte. Irgendwann endete seine Zeit und die Insel wurde zum botanischen Garten erklärt und der Öffentlichkeit freigegeben. In der Tat liegt sie heute wie ein leuchtender Smaragd im Nil, gleich in Sichtweite der endlosen Wüste.
Insel Elephantine Abu (Ab (Elefant), Abu oder Yebu), der altägyptische Namen Assuans, bedeutet 'Elefant 'und ist auf den regen Handel mit Elfenbein zurückzuführen, der hier in der Antike betrieben wurde. - Die Griechen nannten Assuan Syene, da sie den Granitfelsen als Syenit bezeichneten, ein Name, der heute für ein anderes Material benutzt wird. Ursprünglich erstreckte sich Assuan auch über die Nilinseln, darunter als größte die Insel Elephantine, auf der das Marktzentrum lag. Elephantine ist ca. 1500m lang und 500m breit und ist am besten mit einem Boot (bevorzugt Segelboot) zu erreichen. Sie bildete einen natürlichen Schiffspassagepunkt für den Flusshandel; die Insellage machte sie zu einem wichtigen strategischen Verteidigungsplatz. Sie ist das Hauptziel der Reisenden und droht darum, durch den Ansturm der Touristen ihrer Idylle allmählich beraubt zu werden. Auf der Insel liegen zwei nubische Dörfer, deren Bewohner nubisch sprechen und ihre nationalen Traditionen pflegen. Elephantine stand unter dem Schutz des widderköpfigen Gottes Chnum und seiner Gattin Satis. Elephantine war die Hauptstadt des 1. oberägyptischen Gaus Ta Satet ("Erde der Satet").
Der Staudamm von Assuan Etwa 5 km südlich von Assuan liegt flussaufwärts der in den Jahren 1898-1912 errichtete Staudamm, arabisch El-Sadd genannt, der zur Zeit seiner Entstehung als größte und bis zur Fertigstellung des Sadd el-Ali im Jahre 1971 längste Talsperre der Welt dazu bestimmt war, die alljährliche Nilflut aufzuhalten, um sie über das ganze Jahr hinweg gleichmäßig verteilt wieder abzugeben. Hierdurch wurde erstmals eine ganzjährige Bewässerung des Fruchtlandes möglich; die landwirtschaftliche Anbaufläche konnte erweitert und die Zahl der Ernten auf zwei- bis dreimal jährlich erhöht werden.
Der von dem britischen Ingenieur Sir William Willcocks, dem Erbauer der Stauanlage von Assiut, geplante und durch die englische Firma John Aird & Co. ausgeführte Dammbau, ist aus Blöcken von Assuangranit geschichtet und durchquerte den Strom zunächst in gerader Linie auf einer Länge von 1960m; seine ursprüngliche Höhe betrug 40 m, die Breite an der Sohle 30 m, an der Krone 7 m. Zur Realisierung dieses Projektes boten Großbritanien, die USA und die Weltbank finanzielle Hilfe an. Als im Jahre 1956 die Westmächte infolge der Neutralitätspolitik Nassers ihre finanziellen Zusagen rückgängig machten, suchte Nasser durch die Verstaatlichung des Suezkanals einen Teil der Mittel aufzutreiben. In die entstandene Lücke sprang die Sowjetunion ein und trug durch die Gewährung von Kredithilfe und den Einsatz von etwa 2000 Ingenieuren und technischen Hilfskräften schließlich zur Verwirklichung des Vorhabens aufgrund der modifizierten deutschen Pläne bei. Rettung der Tempel Zwischen Assuan und Abu Simbel säumten zahlreiche Tempelanlagen die Ufer des Nils. Dank einer internationalen Zusammenarbeit unter der Schirmherrschaft der UNESCO wurden einige der heiligen Stätte abgetragen und in den Museen Berlin, Leiden, Madrid, New York und Turin wiederaufgebaut. Die wichtigsten pharaonischen Bauten konnten an andere Orte versetzt werden.
Steinbruch Im Steinbruch kann man erahnen, welche Geschäftigkeit hier geherrscht haben muss, als all die Obelisken aus dem Stein gemeißelt und mit Darstellungen und Inschriften exakt wie aus dem Laserdrucker versehen und poliert wurden. Welche Arbeit mit den damaligen Mitteln dazu nötig war, ist schlicht unvorstellbar. Dutzende Obelisken müssen hier entstanden sein, viele andere in den vielen anderen Granit- und Sandsteinbrüchen Assuans. Auch heute noch wird hier außerhalb der Stadt Granit gebrochen, u.a. der berühmte Rosengranit.
Natürliches Granitvorkommen, an anderer Stelle in Assuan gefunden. So sieht also die normale, der Verwitterung ausgesetzte Oberfläche des Granits aus. Welch unglaubliche und deprimierende Arbeit muss es gewesen sein, sich durch all die unbrauchbaren Schichten zu arbeiten, all das wegzuwerfen und erst dann verarbeitbaren Stein zu bekommen. All das mit den Mitteln der Steinzeit, d.h. ohne taugliches Metall und natürlich rotierende Schleifsteine, Schleifbänder, Motorkraft...
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 09. Mai 2010 um 16:11 Uhr |



