| Oasen |
| Geschrieben von: Administrator | |||
| Freitag, den 08. Januar 2010 um 17:32 Uhr | |||
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Eine Oase ist ein Vegetationsfleck in der Wüste, üblicherweise an einer Quelle, Wasserstelle oder einem Wadi gelegen. Oasen können in der Größe und im Charakter erheblich variieren, vom kleinen, von Dattelpalmen umgebenen Teich bis hin zu ganzen Städten mit angesiedelten Industrie- und Landwirtschaftsbetrieben. Oasen waren früher Versorgungsstellen für Karawanen sowie Handelsplätze der Nomaden und Oasenbauern, die in ihnen einen regen Tauschhandel praktizierten. Seit dem Ende der Kolonialzeit und mit dem Beginn der Erdöl- und Erdgasförderung haben die Oasen an Bedeutung verloren. Dementsprechend gibt es heute nur noch sehr wenige traditionelle Oasen. Eine Marginalisierung ihrer ursprünglichen Bevölkerung verursachen hohe Arbeitsbelastung, Bewässerungstechniken, die Abwanderung aus den Oasen, Sesshaftwerdung der nomadischen Völker, der Untergang des transsaharischen Karawanenverkehrs, der Bedeutungsverlust der Dattel durch veränderte Konsumgewohnheiten sowie Klimaveränderungen und das durch sie verursachte Nachlassen der Wasservorräte.
Die Oasen werden je nach Herkunft des Wassers unterteilt. Es gibt die Grundwasseroase, die Flusswasseroase, die Quellwasseroase, die Oase mit artesischem Brunnen und die Foggara-Oase. Die Flusswasseroase - ist eher eine "unechte" Oase. Ein Fremdlingsfluss durchfließt ein sonst trockenes Gebiet und ermöglicht dadurch die Besiedlung eines Bereichs der Wüste.Bei Grundwasseroasen - wird mit Hilfe einer Pumpe oder eines Brunnens das Wasser aus der nächsten wasserführenden Schicht an die Oberfläche transportiert. Die meisten Oasen der Sahara sind Grundwasseroasen und liegen unter dem Meeresspiegel. Quellwasseroase - Bei Regenfällen im Gebirge versickert das Wasser im Erdreich, bis es auf eine wasserführende und wasserundurchlässige Schicht trifft. In ihr fließt es unterirdisch weiter, bis es in der Wüste wieder an die Erdoberfläche tritt.Oase mit artesischem Brunnen - Künstliche Oasen auf der Grundlage artesischer Brunnen sind z. B. im südlichen Algerien geschaffen worden. Sie dienen u. a. dem Dattelanbau.Foggaraoase - Das Grundwasser eines in der Nähe (bis 30 km) liegenden Gebirges wird durch Stollen über viele Kilometer zur Oase geleitet. Zudem werden auch Stollen mit senkrecht nach oben führenden Luftschächten in die Wüste vorgetrieben, um die in den Stollen durch Abkühlung der einströmenden heißen Wüstenluft kondensierende Luftfeuchtigkeit zu nutzen. (Kanat, Qanat).
Die wohl bekannteste Flussoase ist der Nil. Typisch ist, dass Gebiete entlang Flussoasen altertümliche Bewässerungskulturen hervorgebracht haben (z. B. Ägypter, Sumerer, Moche). Die großen Oasen Ägyptens liegen in der westlichen (Libyschen) Wüste. Das New Valley wird von den Oasen El Kharga, Baharija, Farafra und Dakhla gebildet. Für Touristen besteht die Möglichkeit, auf der Karawanenroute Darb el Arba´aim die Oasen mit dem Auto zu besuchen. Vier bis sechs Tage sollte man sich mindestens Dafür Zeit nehmen. Bei dem Besuch einzelner Oasen sollte man Baharija und Farafra von Kairo, Kharga und Dhakla von Luxor aus anfahren. In den Oasen stehen einfache Unterkünfte zur Verfügung.
Oasen in Ägypten allgemein Das Wort "Oase" wird oft gebraucht, um einen Ort zu beschreiben, an dem man die Alltagssorgen vergessen, sich entspannen und geistig erneuern kann. Genau das sind die Oasen Ägyptens: unverdorbene Zufluchtsorte vor der modernen Welt, Zivilisationsnester inmitten dramatischer Wüstenlandschaft. Umgeben von Sand und Himmel bieten die Oasen ein Gefühl der Zeitlosigkeit, das im 20. Jahrhundert selten geworden ist. Mensch und Natur leben hier zusammen seit der Steinzeit, doch die Sterne, Gesteinsformationen und Sanddünen lassen sich mit unseren Kalendern nicht berechnen. Falls Sie Abenteuer und Spannung suchen, erforschen Sie die majestätische Wüste per Geländewagen oder Kamel, verbringen Sie eine Nacht unter dem Sternenhimmel und nehmen Sie ein morgendliches Bad in den heißen Quellen.
Die Oasen im Neuen Tal Die vier Oasen des Neuen Tals liegen entlang eines ausgetrockneten, prähistorischen Nilarms, und beziehen ihr Wasser von Quellen und Brunnen, die die Unterwasserreserven unter dem Wüstensand anzapfen. Diese Oasen, die voneinander und von der restlichen Welt völlig abgeschnitten sind, sind erst seit den Achtziger Jahren für Touristen erreichbar. Die bekannteste Oase in Ägypten ist die Oase Siwa. Sie ist ein kleines Paradies inmitten der Wüste, zwischen einer Felswüste im Westen, einer Sandwüste im Osten und der Kattarasenke im Nordosten. Der tiefste Punkt der etwa 1000 qkm großen Oase liegt 20 m unter dem Meeresspiegel. Die einem Paradies ähnelnde Gegend besteht aus einem größeren (Siwa) und mehreren kleinen Orten und verfügt über reichlich sprudelnde Quellen, deren überschüssiges Wasser sich in tiefblauen Seen sammelt. Das Wasser ist jedoch salzhaltig, so dass die landwirtschaftliche Nutzung des Bodens nur begrenzt möglich ist. Weite Haine von Palmen und Olivenbäumen bilden die Lebensgrundlage der etwa 12000 Oasenbewohner, die ihre begehrten Sorten von Datteln und Oliven ins Ausland exportieren. Ein Ausflug in einer Oase ist empfehlenswert !!!!!!!!!!!!!!! . . .
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. Dezember 2011 um 12:36 Uhr |


