| Nil |
| Geschrieben von: Administrator | |||
| Freitag, den 08. Januar 2010 um 14:41 Uhr | |||
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Die alten Ägypter nannten den Nil Hapi (gleichzeitig auch die Nilgottheit). Die Griechen gaben ihm den Namen Neilos über den der Name Nil entstand. Abgesehen von den Oasen ist der Nil die Lebensader der Wüstenstaaten die an seinen Ufern liegen. Mit einer Länge von 6671 Kilometern ist er der längste Fluss der Welt.
Der Nil besitzt zwei Quellflüsse. Den Luvironza in Burundi und den Rukarara in Ruanda. Als Quelle gilt aber nur der Fluss in Burundi, weil dieser kilometermäßig einen längeren Weg bis zum Mittelmeer zurücklegen muss. Die beiden Quellflüsse vereinigen sich im Akagera-Nil und dieser fliesst in den Viktoria-See in dem früher die Quelle des Nils gesehen wurde. Schon nach dem Verlassen des Sees wird der an dieser Stelle genannte Viktorianil durch den 1945 erbauten Owen-Staudamm aufgehalten. Gemächlich fließt er von hier in den etwa 110 Kilometer entfernten Kyogasee. Nachdem er diesen passiert hat, überwindet er in wenigen Kilometern 400 Meter Gefälle. Bei den Murchison-Fällen bekommt er Verstärkung durch die Zuflüsse zum Albertsee. Sobald er den Albertsee verlassen hat bekommt er den Namen Albert-Nil.
Bei Nimule überquert er die Grenze zum Sudan und heißt hier Berg-Nil. In den Sümpfen von Sudd findet dann ein regelrechter Aderlaß statt. Man schätzt, dass dem Nil hier die Hälfte des Wassers verloren geht. Nachdem der Fluss Sobat den Nil wieder gestärkt hat bekommt er hier den Namen Weißer Nil. Bei Khartoum beginnt dann mit dem aus Äthiopien kommenden Blauen Nil ein jährliches Kräfte messen. Bis zu vier Monate schafft es der Blaue Nil den Weißen Nil aufzuhalten (Regenzeit). Dadurch staut sich der Weiße Nil an. Der vereinigte Nil trifft nach 3000 Kilometern auf den Zufluss des Atbara aus Äthiopien. Ab hier sind es noch 2700 Kilometer durch Steppen und Wüsten bis zum Mittelmeer.
Erst durch den fruchtbaren schwarzen Schlamm, der jedes Jahr nach der Überschwemmung des Nils zurückblieb, wurde eine Landwirtschaft möglich und auch die Entwicklung einer Hochkultur. Der tonhaltige Schlamm wurde auch zu dem Bau der Häuser benutzt. Der Nil war außerdem noch die Handelsstraße von Ägypten. Auf dem Fluss wurden alle Materialen transportiert die in Ägypten nicht vorkommen, wie zum Beispiel Holz. Auch die Steinquader die zum Bau der Pyramiden verwendet wurden, wurden mit Schiffen über den Nil transportiert. Falls der Wasserstand an kurzen Strecken zu nieder war, wurden die Schiffe über das Land gezogen. Das Segel, das die Schifffahrt auf dem Nil auch erleichtert hat, wurde erst 3350 vor Ch. eingeführt. Um für die Trockenzeit und für die Wüstensiedlungen etwas Abseits des Flusses Wasser zu haben, wurden künstliche Kanäle und Seen angelegt. Der einzelne ägyptische Bauer konnte dies nicht bewerkstelligen, deshalb schlossen sich die Bewohner einer Region zusammen und bildeten eine sog. Gaue, diese wurden von einem gewählten Gaufürsten verwaltet.
Zurzeit wird rund 140 km nördlich von Luxor die Naga Hammadie Staustufe gebaut, sie ist eine von drei geplanten Staustufen, die die Stromversorgung und Wasserversorgung in Oberägypten verbessern soll. Heute ist der Nil für den Tourismus erschlossen. Die meisten Nilkreuzfahrten steuern die schönsten Sehenswürdigkeiten an, die direkt am Nil gelegen sind. Die Nilkreuzfahrten starten und enden fast alle in Luxor.
Delta Unterhalb von Kairo und damit noch weiter nördlich fächert sich der Nil zum etwa 24.000 km² großen Nildelta auf, nach dessen Durchfließen er schließlich in das Mittelmeer mündet. Der Assuan-Staudamm ist auch der Grund, warum dieses Flussdelta nicht mehr weiter ins Meer vorgeschoben, sondern durch die dort oftmals sehr starke Brandung abgetragen wird. Von den beiden Hauptarmen des Nildeltas, Damietta und Rosetta, transportiert seit den letzten Jahrzehnten nur noch der Rosetta-Teil Fließwasser ins Mittelmeer; als Hauptgrund dafür gilt die Verringerung der Abflussmenge des Nil durch hohe Verdunstung des aufgestauten Nasser-Sees und durch die intensivere Bewässerung der Agrarflächen.
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 04. Februar 2010 um 22:05 Uhr |





