| Nassersee |
| Geschrieben von: Administrator | |||
| Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 00:05 Uhr | |||
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Der Nassersee , benannt nach dem ehemaligen ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser, ist der in Ägypten durch den Staudamm, auch als Assuan-Hochdamm bekannt, im Niltal entstandene Stausee, der südlich von Assuan liegt. Ein Teil des Sees befindet sich auch im Sudan, bei Wadi Halfa, wo er Nubia-See heißt. Der See ist etwa 500 km lang, seine Breite schwankt zwischen 5 und 35 km und sein Wasserinhalt umfasst etwa 165 Milliarden m³.
Der Anstieg des Grundwasserspiegels in der Peripherie des Nassersees bedrohte zwischenzeitlich auch einige der im oberen Niltal befindlichen Baudenkmäler des Alten Ägypten.
Der See beziehungsweise der Assuan-Staudamm ist auch der Grund, warum das Nildelta nicht mehr weiter ins Meer vorgeschoben, sondern durch die Brandung abgetragen wird. Momentan entsteht am Nasser-See im Rahmen des Toshka-Projekts eine gigantische Pumpstation, um große Wüstengebiete westlich des Nils mit Wasser zu versorgen.
Der Nasser-Stausee entstand durch den 1961-1970 errichteten Assuan-Staudamm. Er hat das Land am Nil in vieler Hinsicht vorhersehbar und unvorhergesehen verändert. Unter anderem wurde ein ganzes altes Kulturland - Nubien - völlig darin versenkt. Ein Teil seiner bekanntesten Denkmäler wurde gerettet und an den neuen Ufern wieder aufgebaut, ein anderer für immer aufgegeben. Reiseveranstalter behaupten gerne, die Tempel an den Ufern wären bis heute nicht anders als mit einer Kreuzfahrt zu erreichen. Vor Ort wurde mir aber versichert, es gäbe mit Stand von 2009 tägliche Konvoifahrten zu allen diesen Stätten. Egal, wie viele Fahrzeuge so ein Konvoi umfasst, die Überfüllung der meist kleineren Tempel kann dabei kaum so stark ausfallen wie wenn 3 große Kreuzfahrtschiffe, die auch im Konvoi fahren, ihre sämtlichen Gäste innerhalb von ca. 2 Stunden durchschleusen. Das mag an manchen Stätten bedauerlicher sein als an anderen, wer sich jedenfalls mehr für die Tempel als die Kreuzfahrt interessiert, sollte sich besser in Assuan oder Abu Simbel einquartieren und von dort Ausflüge unternehmen. Das dürfte sowohl interessanter als auch deutlich preiswerter sein. Die Eintrittskarte für die Tempel wird mit den Kreuzfahrten mitbezahlt. Aber wo viele Touristen vorbeikommen, finden sich natürlich auch Einheimische, die sich gern ihr Teil vom Tourismuskuchen abschneiden möchten. Ganz erfreulicherweise scheint hinter dem Staudamm das aufdringliche Gehabe der Händler von Luxor und Assuan unbekannt zu sein, deshalb kann man sich entspannt für oder gegen Verkehrsmittel wie Traktor zum Tempel oder aber einen Kamelritt entscheiden.
Tipp: NasserseekreuzfahrtenSeit Ende der 1990er-Jahre werden auch Kreuzfahrten auf dem Nasser-Stausee angeboten. Die Dichte an Booten ist hier noch deutlich geringer, und auch im nubischen Teil des alten Ägypten gibt es eine große Zahl an archäologischen Sensationen. Dazu gehören etwa die Tempelanlagen von Kalabsha, Wadi el-Sebowa, Dakka und der Felstempel von Beit el-Walli, sowie die Grabanlage des Pernout. Höhepunkt sind natürlich die grandiosen Tempel vonAbu Simbel. Die Nasserseekreuzfahrten sind eine überaus interessante Ergänzung zu den traditionellen Nilkreuzfahrten und eine wunderbare Gelegenheit, den teils noch weniger bekannten Süden Ägyptens und seine Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 20. April 2011 um 17:52 Uhr |

