| Entwicklungshilfe |
| Geschrieben von: Administrator | |||
| Samstag, den 09. Januar 2010 um 12:39 Uhr | |||
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Die Bundesregierung wird Ägypten weiterhin bei der Armutsbekämpfung unterstützen. Schwerpunkte sind dabei die Modernisierung des Bewässerungssystems, die Schaffung von Arbeitsplätzen und der Umweltschutz. Das ist das Ergebnis der Regierungsverhandlungen. Bei den Verhandlungen machte die deutsche Delegation deutlich, dass sie eine entschlossenere Wiederaufnahme ihrer zu Anfang der 90'er Jahre begonnenen wirtschaftlichen Reformpolitik erwarten, die das Vertrauen in die ägyptische Wirtschaft wiederherstellt, etwa durch eine vorhersehbare und realistische Wechselkurspolitik. Die Gesamtzusage umfaßt 187,74 Mio. Euro in der finanziellen Zusammenarbeit , 13,6 Mio. Euro in der technischen Zusammenarbeit sowie eine Schuldenerleichterung in Höhe von 30 Mio. Euro. Letztere ist daran geknüpft, dass Ägypten den Gegenwert von 15 Mio. Euro in lokaler Währung für Schulneubauten investierte. Im Detail wurde vereinbart, dass Deutschland Ägypten bei der Rehabilitierung eines bereits vor 100 Jahren erbauten Nilwehrs in Assiut unterstützt, das auch ein kleines Wasserkraftwerk zur umweltfreundlichen Energieerzeugung umfasst. Damit wird in der Region Oberägypten eine zuverlässige Wasserversorgung für ca. 900 000 vor allem kleinbäuerliche landwirtschaftliche Betrieb mit einer Bewässerungsfläche von ca. 360 000 ha sicher gestellt. In der betroffenen Region gehören die Gouvernorate Assiut und Minya zu den ärmsten Ägyptens. Zu den in diesem Jahr dafür neu zur Verfügung gestellten Bundesmitteln in Höhe von 34,5 Millionen Euro der finanziellen Zusammenarbeit kommen Finanzmittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau zu Marktkonditionen in Höhe von 88 Millionen Euro im Wege der Verbundfinanzierung hinzu. Die Schaffung von Arbeitsplätzen wird vor allem über die Klein- und Mittelindustrie gefördert. (Finanz-) Dienstleistungen für Klein- und Mittelunternehmen sowie eine speziellen Kreditlinie für diese Betriebe über ägyptische Geschäftsbanken sollen diesen arbeitsintensiven Teil der Wirtschaft stärken. Dafür werden im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit 30 Mio. Euro, davon 15 Mio. Euro Marktmittel der KFW und 15 Mio. Euro Bundesmittel, sowie 2 Mio. Euro technische Zusammenarbeit gestellt. Der Umweltschutz ist der dritte Schwerpunkt der deutsch-ägyptischen Zusammenarbeit: Deutschland wird Ägypten bei der Verbesserung der Abfallwirtschaft beraten (2,25 Mio. Euro technische Zusammenarbeit).
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